Thriller | USA 2005 | 85 Minuten

Regie: Wes Craven

Während eines Linienflugs erweist sich der Sitznachbar einer jungen Hotelmanagerin als skrupelloser Erpresser, der ihren Vater töten lassen will, wenn sie nicht einen prominenten Hotelgast in eine andere Suite verlegen lässt. Rasanter, ebenso spannend wie virtuos inszenierter Thriller, der souverän auf der Klaviatur der Effekte spielt und die Handlung ohne Unterbrechung eskalieren lässt. Unterschwellig kann der Film auch als präzise Beschreibung der amerikanischen Gesellschaft, als Geschlechterkampf sowie als politischer Kommentar gelesen werden.

Filmdaten

Originaltitel
RED EYE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2005
Regie
Wes Craven
Buch
Carl Ellsworth
Kamera
Robert D. Yeoman
Musik
Marco Beltrami · Tom Mesmer
Schnitt
Stuart Levy · Patrick Lussier
Darsteller
Rachel McAdams (Lisa Reisert) · Cillian Murphy (Jackson Rippner) · Brian Cox (Joe Reisert) · Tina Anderson (Rebeccas Mutter) · Brittany Oaks (Rebecca)
Länge
85 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Genre
Thriller

Heimkino

Verleih DVD
DreamWorks (1:2,40/16:9/Dolby Digital 5.1)
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Diskussion
Eine junge Frau, Managerin in einem Luxushotel, wird erpresst. Man werde ihren Vater ermorden, lautet die Drohung, wenn sie nicht einen prominenten Hotelgast, den Chef der „US-Homeland-Security“, und dessen Familie in eine andere Suite verlege. Ist das geschehen, daran besteht kein Zweifel, wird dieser ermordet werden. Die junge Frau scheint vor der Entscheidung zu stehen, das Leben eines nahen Verwandten oder das mehrerer anderer Menschen zu opfern. Dieses scheinbar ausweglose moralische Dilemma bildet den Kern von Wes Cravens Film. Zuletzt hatte Cravens Ruf durch den vom Studio stark manipulierten Werwolf-Film „Verflucht“ (fd 37 145) erheblich gelitten, zumal bei jenen, die schon mit der selbstreferenziellen Intelligenz seiner drei „Scream“-Filme nichts anfangen konnten. Mit „Red Eye“ stellt Craven nun seinen Ruf wieder her – und bewegt sich doch auf neuen Pfaden. Einerseits entfernt er sich deutlich vom Slasher-Horrorfilm und erobert das Terrain des Psychothrillers mit realistischen und sogar komödiantischen Elementen, wie er von Hitchcock perfe

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