Gespenster (2005)

Drama | Deutschland/Frankreich 2005 | 85 Minuten

Regie: Christian Petzold

Eine Französin glaubt, in einer jungen Frau in Berlin ihre als Baby entführte Tochter zu erkennen. Diese, ein verschlossenes und "sozial auffälliges" Mädchen, schließt Freundschaft mit einer Diebin, die ihre Sehnsucht nach Liebe ebenso wenig stillt wie das Auftauchen der angeblichen Mutter. Eine Studie über Trauer, Einsamkeit und die vergebliche Suche nach Nähe, in der sich die Erzählstränge gegenseitig in ihrer atmosphärischen Dichte beeinträchtigen. Durch den kühl-distanzierten Erzählgestus bleiben die Charaktere und ihre Konflikte allzu leblos. - Ab 16 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland/Frankreich
Produktionsjahr
2005
Regie
Christian Petzold
Buch
Christian Petzold · Harun Farocki
Kamera
Hans Fromm
Musik
Stefan Will · Marco Dreckkötter
Schnitt
Bettina Böhler
Darsteller
Julia Hummer (Nina) · Sabine Timoteo (Toni) · Marianne Basler (Françoise) · Aurélien Recoing (Pierre) · Benno Fürmann (Oliver)
Länge
85 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16 möglich.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
EuroVideo (1:1.85/16:9/Dolby Digital 5.1)
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Diskussion
Mit Geistererscheinungen und Horror im wörtlichen Sinn hat Christian Petzolds Film nichts zu tun. Angesichts der existenziellen Verlorenheit der Protagonisten kann es einem in einzelnen Sequenzen nichts desto trotz kalt den Rücken hinunter laufen. Petzold erzählt von zwei Schicksalen, die verwoben scheinen, sich dann aber nur sacht berühren und viel zu früh wieder trennen. Die Französin Françoise hat einst ihr Baby verloren. Es wurde ihr in einem Supermarkt gestohlen, und über diesen Verlust ist die schlanke, zerbrechliche Frau trotz der Zuwendung ihres Mannes nie hinweg gekommen. Immer wieder kehrt sie an den Ort des Geschehens nach Berlin zurück, und glaubt auch nach Jahren noch in jungen Frauen ihre geliebte kleine Marie wiederzuerkennen. Eine dieser Frauen ist die 17-jährige Nina. Nina ist „sozial auffällig“, lebt als Waise in einem betreuten Wohnprojekt und leistet Arbeitsdienst im Berliner Tiergarten, den sie zusammen mit anderen Arbeitern von Müll

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