Vier Brüder

Action | USA 2005 | 108 Minuten

Regie: John Singleton

Vier junge Männer, die einst von einer Sozialarbeiterin adoptiert und so vor einer schiefen Laufbahn bewahrt wurden, treffen sich zu deren Begräbnis wieder. Da ihre (Ersatz-)Mutter ermordet wurde, machen sie sich auf die Suche nach dem unbekannten Täter. Ein Großstadt-Western mit vertraut anmutender Figurenkonstellation und Actionszenen, die an Selbstjustiz-Filme der 1970er-Jahre erinnern. Die Regie treibt die Rachegeschichte geradlinig und wenig subtil voran, wobei sie lediglich an den Genremustern interessiert ist.

Filmdaten

Originaltitel
FOUR BROTHERS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2005
Regie
John Singleton
Buch
David Elliot · Paul Lovett
Kamera
Peter Menzies jr.
Musik
David Arnold · Ed Shearmur
Schnitt
Bruce Cannon · Billy Fox
Darsteller
Mark Wahlberg (Bobby Mercer) · Tyrese Gibson (Angel Mercer) · André Benjamin (Jeremiah Mercer) · Garrett Hedlund (Jack Mercer) · Terrence Howard (Lt. Green)
Länge
108 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Genre
Action | Krimi | Rache-Drama

Heimkino

Verleih DVD
Paramount (1:2.35/16:9/Dolby Digital 5.1)
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Diskussion
In seinem Debüt „Boyz‘N The Hood“ (fd 29358) empfahl John Singleton väterliche Autorität als Rezept gegen die Widrigkeiten des Ghetto-Alltags, die heranwachsende afroamerikanische Männer auf die schiefe Bahn geraten lassen. Während sich der Handlungsverlauf jenes Films, der das New Black Cinema der frühen 1990er-Jahre mitbegründete, so deuten ließ, als wären alleinerziehende Mütter mit solch einer Herkules-Aufgabe notgedrungen überfordert, stützte sich die heroische Vaterfigur indes nicht allein auf konservative Familienwerte, sondern auch auf schwarzen Nationalismus. Insofern fällt nun gleich doppelt auf, dass in „Vier Brüder“ ausgerechnet eine alleinstehende Frau weißer Hautfarbe als rettender Engel für ganze Generationen Jugendlicher, schwarze wie weiße, erscheint, denen angesichts einer desolaten sozialen Umwelt Verrohung drohte. Die Erziehungserfolge der Sozialarbeiterin Evelyn Mercer müssen freilich relativ betrachtet werden: Die vier Jungs, di

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