Drama | Dänemark/Schweden/Niederlande/Deutschland/Frankreich/USA 2005 | 139 Minuten

Regie: Lars von Trier

Amerika 1933: Die Gangster-Tochter Grace befreit mit Mitgliedern der Bande ihres Vater versklavte Schwarze und richtet ein Umerziehungslager ein, um ihnen die Wonnen der Freiheit beizubringen. Als sie sich zu einem Verhältnis mit einem der Befreiten hinreißen lässt, kommt es unter den ehemaligen Sklaven zu Mord und Totschlag. Der zweite Teil von Lars von Triers "Amerika Trilogie" konfrontiert erneut mit einer minimalistischen Inszenierung und betreibt die Dekonstruktion des Kinos aus dem Geiste des Theaters. Wirkte die Reduktion und Verweigerung im ersten Film "Dogville" (2003) noch provozierend, so stellen sich bei allem Reiz doch auch Abnutzungserscheinungen ein. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
MANDERLAY
Produktionsland
Dänemark/Schweden/Niederlande/Deutschland/Frankreich/USA
Produktionsjahr
2005
Regie
Lars von Trier
Buch
Lars von Trier
Kamera
Anthony Dod Mantle
Schnitt
Bodil Kjærhauge · Molly Marlene Stensgård
Darsteller
Bryce Dallas Howard (Grace Margaret Mulligan) · Isaach de Bankolé (Timothy) · Willem Dafoe (Graces Vater) · Danny Glover (Wilhelm) · Lauren Bacall (Mam)
Länge
139 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Legend Films (1:2.35/Dolby Digital 5.1)
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Diskussion
Man kann Lars von Trier vieles nachsagen, aber sicher nicht, dass er selige Erinnerungen bei seinen Hauptdarstellerinnen hinterlassen würde. Keine wollte es zweimal mit ihm aushalten, und so trägt Bryce Dallas Howard jetzt die Kleider auf, die in „Dogville“ (fd 36 175) noch Nicole Kidman schmückten. Dies ist nicht der einzige Verfremdungseffekt in einem Fortsetzungsfilm, der Brechts episches Theater mit der „Geschichte der O“ zu einem Pamphlet über die Rassenunterdrückung in der amerikanischen Demokratie verbindet. Wie ernst es von Trier dabei mit seiner Grundsatzkritik tatsächlich ist, war schon beim ersten Teil der „Amerika“-Trilogie ein viel bestauntes Rätsel; denn um so etwas wie zeitgemäßes Erzählen ist es dem legitimen Erben Carl Theodor Dreyers nie gegangen. Zieht man die Ironie aus seinen Filmen ab, bleibt von ihnen nur die immer gleiche Fabel von der sich opfernden Unschuld. Seit „Breaking the Waves“ (fd 32 145) weiß man, dass auch sie lediglich ein Vorwand ist, um das Kino an sei

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