Klang der Ewigkeit

Musikfilm | Deutschland 2005 | 111 Minuten

Regie: Bastian Clevé

Videoclipartige Bildwerdung von Johann Sebastian Bachs Messe in h-Moll, bei der jeder ihrer 27 Teile in experimentelle Kurzfilme gegossen wird, deren Stoffe von verfremdeten Landschaftsgemälden großer Meister über Kriegsfotos bis zu symbolischen Alltagshandlungen reichen. Bezüge zur Musik lassen sich finden, zuweilen sind die Bilder durchaus wirkungsvoll, meist aber erscheinen sie als künstlich überhöhte, selbstverliebte, mitunter sogar auch kitschige Spielerei. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2005
Regie
Bastian Clevé
Buch
Bastian Clevé
Kamera
Thomas C. Weber
Musik
Johann Sebastian Bach
Schnitt
Bastian Clevé
Darsteller
Axel Ganz · Barbara Stoll · Irene Kugler · Isabel Braun · Mateo Hartmann
Länge
111 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.
Genre
Musikfilm
Diskussion
Experimentelle Kurzfilme über klassische Musik gehören zu den frühesten Musikclips, die je produziert wurden; man denke an Oskar Fischingers „Studie 7“ (1931) zu Brahms’ fünftem ungarischem Tanz. 1999 wagte sich ein Experimentalfilmer erstmals an eine lange klassische Komposition, an Händels zweistündiges Oratorium „Der Messias“ aus dem Jahr 1741. William Klein kompilierte „Le Messie“ aus Bildern des 20. Jahrhunderts; eine lineare Handlung gab es nicht, die Aufnahmen (Film, Video, Foto) folgten auch nicht unbedingt dem Rhythmus und der Gliederung des Oratoriums, schufen vielmehr eine neue gedankliche Ebene, eine Verbindung zwischen Bild, Musik und gesungenem Text, die ebenso faszinierend wie anstrengend war. Der deutsche Experimentalfilmer Bastian Clevé macht insofern wieder einen Schritt zurück, wenn er seine Verfilmung von Bachs h-Moll-Messe in 27 Kurzfilme gliedert

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