Letters From Iwo Jima

Kriegsfilm | USA 2006 | 141 Minuten

Regie: Clint Eastwood

Am 19. Februar 1945 verschanzt sich eine Minderheit japanischer Truppen auf der Insel Iwo Jima, um der Übermacht der vorrückenden amerikanischen Soldaten Widerstand zu leisten. Das sinnlose Unterfangen endet in einem Blutbad. Der von Clint Eastwood als Gegenstück zu seinem Film "Flags of Our Fathers" konzipierte Kriegsfilm zeigt die andere "Seite der Medaille", indem er die Schlacht um die "strategisch wichtige" Vulkaninsel ausschließlich aus der Sicht der Japaner zeigt. Dabei bemüht er sich nach allen Regeln der (Hollywood-)Kunst, dem "Feind" ein Gesicht zu geben und den Krieg als unmenschlich erscheinen zu lassen. Ein wichtiger, vor allem für US-amerikanische Betrachter unbequemer Film. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
LETTERS FROM IWO JIMA
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2006
Regie
Clint Eastwood
Buch
Iris Yamashita
Kamera
Tom Stern
Musik
Kyle Eastwood · Michael Stevens
Schnitt
Joel Cox · Gary D. Roach
Darsteller
Ken Watanabe (General Tadamichi Kuribayashi) · Kazunari Ninomiya (Saigo) · Tsuyoshi Ihara (Baron Nishi) · Ryô Kase (Shimizu) · Shido Nakamura (Leutnant Ito)
Länge
141 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Kriegsfilm

Heimkino

Die Standardausgabe hat keine erwähnenswerten Extras. Die Collector's Edition (3 DVDs) enthält neben dem Hauptfilm zudem Eastwoods "Flags of our Fathers". Des Weiteren umfasst die Bonus-CD eine aus sieben Segmenten bestehendes "Making of" für beide Filme (100 Min.).

Verleih DVD
Warner (16:9, 2.35:1, DD5.1 jap./dt.)
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Diskussion
Die Regeln im Kriegsfilm Hollywoods sind eindeutig: Und die Feinde sind ohne Namen – eine diffuse Masse des Bösen, zum Besiegen bestimmt. Selten nur werden solche Vorgaben durchbrochen und ein Blick auf beide Seiten der Medaille eröffnet. Clint Eastwood hat es versucht und dafür zwei Filme gebraucht. Vielleicht eine gute Idee, handelt doch „Flags of our Fathers“ (fd 37 993) nicht wirklich von der Erstürmung von ein paar Quadratkilometern Fels, sondern betreibt die Dekonstruktion amerikanischer Mythen. Da wäre es womöglich eine zu große Nestbeschmutzung, wenn man nicht nur die nationale Heldensymbolik in Frage stellt, sondern auch noch dem Feind ein Gesicht gibt, ihm eine eigene Geschichte zugesteht – sprich: einen Grund, nicht zu sterben. Eastwoods filmisches Doppel-Fanal gegen den Krieg entzündet sich an der Schlacht um die winzige Vulkaninsel Iwo Jima, die, gut 1000 Kilometer vor Tokio gelegen, als idealer Stützpunkt für den Angriff der US-Amerikaner auf Japan galt und am 19. Februar 1945 Schauplatz ei

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