Made in GDR

Dokumentarfilm | Deutschland 2006 | 93 Minuten

Regie: Olaf Kaiser

In den 1970er-Jahren diskutierten junge Leute im "Jugendfilmclub" des DDR-Fernsehens öffentlich über Kinofilme und reflektierten dabei über ihre Lebensumstände, Träume und Hoffnungen. Drei Jahrzehnte später sucht Olaf Kaiser, der damals zu der Gruppe gehörte, einige Mitstreiter auf und befragt sie nach ihren Biografien. Doch der spannende Ansatz, das Porträt einer in der DDR sozialisierten Generation zu entwerfen, verliert sich in Zufälligkeiten und fragwürdigen "Entlarvungen". Trotz kumpelhafter Töne des interviewenden Regisseurs bleibt der Film weitgehend kühl und oberflächlich und weitet sich nicht zum auch emotional berührenden Gruppenbild. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2006
Regie
Olaf Kaiser
Buch
Olaf Kaiser
Kamera
Matthias Tschiedel
Musik
Rainer Kirchmann
Schnitt
Sabine Brose
Länge
93 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Dokumentarfilm

Heimkino

Verleih DVD
Icestorm (FF, DD2.0 dt.)
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Diskussion
In der zweiten Hälfte der 1970er-Jahre wurde im DDR-Fernsehen der sogenannte „Jugendfilmclub“ etabliert. Eine eher zufällig ausgewählte Gruppe junger Leute diskutierte unter Leitung eines Moderators neue und ältere Kinofilme, von Dudows „Kuhle Wampe“ und Bergmans „Wilde Erdbeeren“ bis Bogdanovichs „The Last Picture Show“ und Zanussis „Struktur des Kristalls“. Die Gespräche, die ausgehend von den Filmen meist relativ schnell zu den Problemen der Jugendlichen übergingen, wurden aufgezeichnet und auf jeweils eine halbe Stunde Sendelänge gekürzt. So konnten Hunderttausende Zuschauer an den Bildschirmen verfolgen, wie kritische Fünfzehn- bis Neunzehnjährige über die Gesellschaft und das Sein nachdachten, Enttäuschungen und Hoffnungen reflektierten, ihre Träume öffentlich machten. Olaf Kaiser gehörte damals selbst zu den Diskutanten, und beim Sichten der überlieferten Sendebänder mag ihn ein an die jungen Leute gerichteter Satz des Moderators besonders bewegt haben: „Ihr werdet in den nächsten 30, 40 Jahren die Formen des Zusammenlebens in diesem Land bestimmen. Glaubt Ihr denn, dass Ihr das besser machen w

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