Bobby (2006)

Drama | USA 2006 | 116 Minuten

Regie: Emilio Estevez

In den frühen Morgenstunden des 5. Juni 1968 wird der angehende Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten Robert "Bobby" Kennedy in der Küche des "Ambassador"-Hotels in Los Angeles ermordet. Das in multiperspektivischer Erzählform aufgefächerte Drama lässt die Schicksale von 22 Menschen in den Stunden vor dem Attentat Revue passieren, wobei sich die Geschichten mitunter durchdringen. Dabei tritt die Hauptperson lediglich in Form dokumentarischer Bilder oder als Stimme in Erscheinung. Der ambitionierte Film unterstellt in kritischer Kommentierung der aktuellen Bush-Regierung, dass die US-amerikanische Geschichte ohne die Bluttat anders verlaufen wäre, wobei er letztlich jedoch zu kurz gedacht ist. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
BOBBY
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2006
Regie
Emilio Estevez
Buch
Emilio Estevez
Kamera
Michael Barrett
Musik
Mark Isham
Schnitt
Richard Chew
Darsteller
Harry Belafonte (Nelson) · Joy Bryant (Patricia) · Nick Cannon (Dwayne) · Emilio Estevez (Tim Fallon) · Laurence Fishburne (Edward Robinson)
Länge
116 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Die Extras der umfangreichen Special Edition (2 DVDs) beinhalten u.a. drei als Quellenmaterial für den Film interessante Dokumentationen über Kennedy: "Das Leben und Vermächtnis des Robert F. Kennedy" (20 Min.), "Augenzeugenberichte aus dem Ambassador Hotel" (29 Min.) und "Der letzte Wahlkampf von Robert F. Kennedy" (50 Min.). Des Weiteren enthält die DVD umfangreiche Interviews mit den Darstellern und dem Regisseur. Die Edition ist mit dem Silberling 2007 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Kinowelt (16:9, 1.78:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Im Jahr 1968 war ganz schön was los: Der „Prager Frühling“, das Massaker von My Lai, die Tet-Offensive, die Ermordung Martin Luther Kings, das Attentat auf Rudi Dutschke, der Pariser Mai, das Attentat auf Andy Warhol, der Einmarsch der Truppen des „Warschauer Pakts“ in die CSSR, die blutigen Straßenschlachten am Rande der Democratic National Convention, die „Schlacht am Tegeler Weg“ in Berlin. Dann auch das: In den frühen Morgenstunden des 5. Juni 1968, kurz nach Mitternacht, unmittelbar nachdem er seine Kandidatur für das Amt des US-Präsidenten verkündete, wurde ein Attentat auf Robert „Bobby“ Kennedy verübt. Einen Tag später starb der jüngere Bruder von John F. Das Attentat beendete, so wird oft erzählt, den optimistischen amerikanischen Traum von Jugendlichkeit und Fortschrittlichkeit. Im Spätherbst 1968 wurde Richard M. Nixon ins Präsidentenamt gewählt; es begannen dunkle Jahre, die, glaubt man dem Filmemacher und Schauspieler Emilio Estevez, bis heute andauern. In der Manier eines Robert Altman schildert Estevez anhand von 22 Menschen unterschiedlicher Hautfarbe und Klassen (race,

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