The Good German - In den Ruinen von Berlin

Literaturverfilmung | USA 2006 | 108 Minuten

Regie: Steven Soderbergh

Ein amerikanischer Kriegskorrespondent trifft 1945 im zerbombten Berlin seine ehemalige Geliebte wieder, deren Ehemann von Sowjets wie Amerikanern gleichermaßen gejagt wird. Beim Versuch, die Frau zu schützen, gerät er in ein Netz unterschiedlicher Interessen und schuldhafter Verstrickungen. Hochstilisierte Noir-Ballade mit Anklängen an Michael Curtiz’ Klassiker „Casablanca“, die die klassische Liebesgeschichte als Folie für eine bittere Reflexion über das Ende des Zweiten Weltkriegs, den Umgang mit den Nazi-Verbrechen und das amerikanische Engagement in Europa am Vorabend des Kalten Krieges nutzt und dabei den Mythos der Befreiungs- und Demokratisierungsmission der USA hinterfragt. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
THE GOOD GERMAN
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2006
Regie
Steven Soderbergh
Buch
Paul Attanasio
Kamera
Peter Andrews
Musik
Thomas Newman
Schnitt
Mary Ann Bernard
Darsteller
George Clooney (Jake Geismar) · Cate Blanchett (Lena Brandt) · Tobey Maguire (Tully) · Beau Bridges (Müller) · Tony Curran (Danny)
Länge
108 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Literaturverfilmung

Heimkino

Verleih DVD
Warner (1.37:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Sie sind eine rare Spezies, die „guten Deutschen“ im Berlin des Jahres 1945. Nicht nur wegen denen, die unmittelbar am Nazi-Regime partizipiert haben. Denn was hat der Rest, der sowohl die NS-Verbrechen als auch den Krieg überstanden hat, getan oder unterlassen, um zu überleben? Die Frage nach der Schuld, nach der Verantwortung für den Holocaust und für den Krieg, stellen jedoch nur wenige, auch unter den Vertretern der alliierten Siegermächte, die mehr damit beschäftigt sind, aus den Ruinen des Dritten Reichs Profit zu machen und die eigene Macht zu stärken. Nicht nur gute Deutsche sind eine Seltenheit in Steven Soderberghs Adaption eines Romans von Joseph Kanon; der Film ist eine hochstilisierte Noir-Ballade, und entsprechend zwielichtig ist das Pflaster, auf das er seinen Helden, einen der wenigen Aufrechten des Films, schickt. „Casablanca“ (fd 19 478), der Film-Klas

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