Baadasssss!

- | USA 2003 | 104 Minuten

Regie: Mario Van Peebles

Ein Stück verfilmter Filmfamiliengeschichte: In den späten 1960er-Jahren setzt der schwarze Regisseur Melvin Van Peebles alles daran, um seinen Traum vom Kino zu verwirklichen. Unabhängig von Hollywood, mit geliehenem Geld und viel (Selbst-)Ausbeutung inszenierte er "Sweet Sweetbacks Lied" (1971) und leitete damit die Geburtsstunde des Blaxploitation-Kinos ein. Fast 40 Jahre später inszenierte sein Sohn Mario, der bereits im Film des Vaters mitwirkte, einen Spielfilm über die abenteuerliche Entstehungsgeschichte dieses Films und gewährt einen ebenso unterhaltsamen wie informativen Blick hinter die Kulissen einer ausbeuterischen Industrie. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
BAADASSSSS! | HOW TO GET THE MAN'S FOOT OUTTA YOUR ASS | BADASS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2003
Regie
Mario Van Peebles
Buch
Mario Van Peebles · Dennis Haggerty
Kamera
Robert Primes
Musik
Tyler Bates
Schnitt
Nneka Goforth · Anthony Miller
Darsteller
Mario Van Peebles (Melvin Van Peebles) · Joy Bryant (Priscilla) · T.K. Carter (Bill Cosby) · Terry Crews (Big T) · Ossie Davis (Großvater)
Länge
104 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Heimkino

Die Extras der Standard Edition umfassen keine erwähnenswerten Extras. Die Special Edition (2 DVDs) enthält indes ein ausführliches Interview mit dem Regisseur (31 Min.) sowie die vom Regisseur erstellte Dokumentation "The Birth of Black Cinema" (22 Min.). Ein auf der amerikanischen DVD enthaltener informativer Audiokommentar von Melvin und Mario van Peebles fehlt indes.

Verleih DVD
Koch (16:9, 1.78:1, DD5.1 engl./dt., dts dt.)
DVD kaufen

Diskussion
Der inzwischen 75-jährige Filmemacher Melvin Van Peebles berichtete in der Vergangenheit gerne über die zum Teil bizarren, meistens dramatischen Hintergründe, die zum Entstehen seines Erfolgsfilms „Sweet Sweetbacks Lied“ (1971) führten. Die unabhängige Produktion begründete neue Formen afroamerikanischer (Selbst-)Darstellung im Kino und markierte den Beginn der so genannten Blaxploitation-Ära. Angelehnt an soziopolitische Forderungen der Bürgerrechtsbewegung und der militarisierten Gruppe der Black Panthers kreierte Melvin Van Peebles die Figur des Sweetback, die sich vom „weißen“ Blick des amerikanischen Kinos auf Afroamerikaner stark abhebt. Anstatt friedvolle Integration im Stil Sidney Portiers zu stilisieren, zeigt Van Peebles schwarze Ghettos, Polizeigewalt, Drogen und Orgien, wechselt von einer weißen Außen- zu einer schwarzen Innenperspektive. S

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