Die Legende von Beowulf

Animation | USA 2007 | 114 Minuten

Regie: Robert Zemeckis

Ein Krieger reist ins Reich des Königs Hrothgar, um es von der Plage eines Monstergeschlechts zu befreien. Adaption des tragischen Heldengedichts "Beowulf" aus dem 9. Jahrhundert. Der dabei angewandten Animationsvariante des "Performance Capturing" sowie den Zwängen eines prüden Unterhaltungsverständnisses ist es geschuldet, dass aus einer archaisch-barbarischen Geschichte ein aseptisches Fantasy-Märchen wurde, das kaum noch Gefühle transportiert. (In der 3-D-Fassung unterhalten die plastischen Effekte, vor allem im furiosen Finale, ohne jedoch das Geschehen dramaturgisch sonderlich originell zu akzentuieren.) - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
BEOWULF
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2007
Regie
Robert Zemeckis
Buch
Neil Gaiman · Roger Avary
Kamera
Robert Presley
Musik
Alan Silvestri
Schnitt
Jeremiah O'Driscoll
Darsteller
Ray Winstone (Beowulf) · Crispin Glover (Grendel) · Angelina Jolie (Grendels Mutter) · Anthony Hopkins (König Hrothgar) · Robin Wright Penn (Königin Wealthow)
Länge
114 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Animation | Fantasy

Heimkino

DVD und BD enthalten den sog. "Director's Cut", der bei gleicher Freigabe um knapp eine Minute an Actionsequenzen ergänzt wurde. Die 3D-Version wurde vom Kinofassungs-Master erstellt. Die Standardausgabe hat keine erwähnenswerten Extras. Special Edition (2 DVDs) und BD enthalten indes ausführliche, mehrteilige "Making Of" (ca. 60 Min.) sowie ein Feature mit im Film nicht verwendeten Szenen (12 Min.). Die BD enthält eine Audiodeskription für Sehbehinderte, allerdings nur in englischer Sprache.

Verleih DVD
Warner (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Warner (16:9, 2.35:1, DTrueHD engl., DD5.1 dt.) 3D: Warner (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl., DD5.1 dt.)
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Diskussion
Der Einfluss von Beowulf und seinen tragischen Heldentaten auf Literatur und Film ist gar nicht hoch genug einzuschätzen. Etliche Fantasy- und Horrorfilme haben sich des über 1000 Jahre alten Gedichts bereits bedient, sein Monster aus dem „kotigen Sumpf, in der Kobolde Reich“, genannt Grendel, ist mithin ein Archetyp für das Monster im Film. Doch wenn der Stoff explizit Thema eines Films wurde, verklärte man ihn allzu schnell zum keltischen Melodram im Dunstkreis von König Artus, Mantel und Degen oder Sankt Georg und dem Drachen. Der Schmutz des „kotigen Sumpfes“, die archaische Gesellschaft, die grenzenlose Gewalt und der Tod bar jeden Happy Ends wurden dabei ausgespart. In Robert Zemeckis Adaption sche

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