Politthriller | USA/Südafrika 2007 | 121 Minuten

Regie: Gavin Hood

Nach einem Selbstmordattentat in einem nicht näher benannten arabischen Land wird ein Chicagoer Chemiker mit ägyptischen Wurzeln vom amerikanischen Geheimdienst ins Ausland verschleppt, um ein Geständnis unter Folter zu erpressen. Der Polit-Thriller nimmt Stellung gegen unmenschliche Geheimdienstpraktiken im "Kampf gegen den Terror". Dabei wird der Appell gegen Folter dadurch abgeschwächt, dass der Verschleppte hier von vornherein als unschuldig dargestellt wird. Ein solider und gutgemeinter, aber vereinfachender Film über ein brisantes Thema. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
RENDITION
Produktionsland
USA/Südafrika
Produktionsjahr
2007
Regie
Gavin Hood
Buch
Kelley Sane
Kamera
Dion Beebe
Musik
Paul Hepker · Mark Kilian
Schnitt
Megan Gill
Darsteller
Jake Gyllenhaal (Douglas Freeman) · Reese Witherspoon (Isabella El-Ibrahimi) · Alan Arkin (Senator Hawkins) · Peter Sarsgaard (Alan Smith) · Omar Metwally (Anwar El-Ibrahimi)
Länge
121 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Politthriller

Heimkino

Verleih DVD
Warner (1:2,35/16:9/Deutsch DD 5.1/Engl.)
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Diskussion
Wie es der Zufall will, ereignete sich pünktlich zum US-Start von „Rendition“ im Kongress ein denkwürdiges Schauspiel. Dort setzte Bushs Kandidat fürs Justizministeramt die sicher geglaubte parlamentarische Bestätigung aufs Spiel, indem er allerlei argumentative Klimmzüge anstellte, um „Waterboarding“ nicht Folter nennen zu müssen. Im Gegensatz dazu lässt dieser Film keinen Zweifel, wie jene Praxis einzuschätzen ist. Wenn einem Gefesselten, dem ein Stoffsack über den Kopf gestülpt wurde, Wasser ins Gesicht gegossen wird, um bei ihm das Gefühl des Erstickens zu erzeugen, haben die entsprechenden Großaufnahmen in der Dramaturgie des Films einen bestimmten Platz. Als einzige Steigerung folgt ein Szenario, das geradezu prototypisch die wohl gängigsten Vorstellungen von Folter vereint: ein düsteres Kel

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