Burn After Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger?

Krimi | USA 2008 | 96 Minuten

Regie: Ethan Coen

Eine CD mit den Memoiren eines CIA-Agenten fällt der Angestellten eines Fitness-Centers in die Hände, die damit Geld für eine Schönheitsoperation zu erpressen hofft. Aus dieser Ausgangssituation entwickelt sich eine aberwitzige Geheimdienst-Farce, in der die Personen, die durch amouröse oder sonstige Verwicklungen untereinander in Kontakt stehen, in ein heilloses Desaster aus Lügen, Heimlichkeiten und Missverständnissen geraten. Mit absurden Charakteren, bizarren Dialogen und punktgenauer Situationskomik entfaltet sich ein souveränes, ins Makaber-Groteske changierendes Spiel mit Genremustern, das mal derb, mal ironisch-liebevoll den uramerikanischen "Pursuit of Happiness" aufs Korn nimmt. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
BURN AFTER READING
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2008
Regie
Ethan Coen · Joel Coen
Buch
Joel Coen · Ethan Coen
Kamera
Emmanuel Lubezki
Musik
Carter Burwell
Schnitt
Ethan Coen (als Roderick Jaynes) · Joel Coen (als Roderick Jaynes)
Darsteller
George Clooney (Harry Pfarrer) · Frances McDormand (Linda Litzke) · John Malkovich (Osbourne Cox) · Tilda Swinton (Katie Cox) · Brad Pitt (Chad Feldheimer)
Länge
96 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Krimi | Komödie

Heimkino

Die Standard-Edition hat keine, die Special Edition (2 DVDs) und BD lediglich die üblichen, kaun ergiebigen Promotion-Extras.

Verleih DVD
Tobis/Universum (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt., dts dt.)
Verleih Blu-ray
Tobis/Universum (16:9, 1.85:1, dts-HD engl./dt.)
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Diskussion
Mit den Ahnungslosen und Trotteln kennt das filmische Universum, das die Coen-Brüder seit den 1980er-Jahren entwerfen, meist kein Pardon. Darauf, dass in letzter Sekunde ein rettender Engel auftaucht (wie in „Hudsucker – Der große Sprung“, fd 30810) oder eine biblische Sintflut alles verändert (wie in „O Brother, Where Art Thou?“, fd 34496), sollte man sich besser nicht verlassen. Die Coen-Brüder sind sozusagen die Darwinisten unter den US-Autorenfilmern: Das Recht des Stärkeren und die Anarchie verrückter Zufälle bestimmen, wer am Ende ihrer Filme im Häcksler landet und wer davonkommt. In „No Country for Old Men“ (fd 38601) hatten sie das mit markerschütternder Konsequenz durchexerziert, wenn Javier Bardem als verkörperte (Todes-)Willkür eine Münze warf und damit entschied, wer weiterleben durfte und wem mit dem Bolzenschussapparat das Licht ausgeblasen wurde. Die groteske Form, die das Sterben in C

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