Tintenherz

Fantasy | USA/Deutschland/Großbritannien 2008 | 106 Minuten

Regie: Iain Softley

Ein Mädchen gerät ins Visier eines Fantasyroman-Schurken, dem der Vater des Kindes dank der Gabe, durch Vorlesen Fiktionales in die Wirklichkeit zu beschwören, einst selbst Zugang zur Realität verschaffte. Nun gilt es, die Pläne des Bösewichts zu vereiteln, dessen Handlanger in die Buchwelt zurückzuschicken und die verschollene Mutter aus dem literarischen Kosmos zu retten. Hochkarätig besetzte Adaption des Fantasyromans von Cornelia Funke, die die unzureichend ausgeloteten Figuren aber etwas atemlos durch die Handlung hetzt. Ein tricktechnisch perfekter, inszenatorisch bisweilen aber holprig umgesetzter Film, dem es trotz einiger charismatischer Charaktere an emotionaler Kraft mangelt. - Ab 14 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
INKHEART
Produktionsland
USA/Deutschland/Großbritannien
Produktionsjahr
2008
Regie
Iain Softley
Buch
David Lindsay-Abaire
Kamera
Roger Pratt
Musik
Javier Navarrete
Schnitt
Martin Walsh
Darsteller
Brendan Fraser (Mo Folchart) · Paul Bettany (Staubfinger) · Helen Mirren (Elinor Loredan) · Jim Broadbent (Fenoglio) · Andy Serkis (Capricorn)
Länge
106 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14 möglich.
Genre
Fantasy | Literaturverfilmung

Heimkino

Verleih DVD
Warner (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Warner (16:9, 2.35:1, DTrueHD engl., DD5.1 dt.)
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Diskussion
Wenn es darum geht, die eigene Lebenswelt für eine gewisse Zeit zu verlassen, um ganz in ein geliebtes „Fandom“ einzutauchen, scheuen eingefleischte Anhänger des Fantasy-Genres vor nichts zurück: Angetan mit spitzen Elfen- oder Hobbit-Ohren, pilgern sie zu „Lord of the Rings“-Conventions, treffen sich mit Zaubererhüten und Kürbissaft zu nächtelangen „Harry Potter“-Lesungen oder schlagen sich beim „World of Warcraft“-Rollenspiel-Marathon ganze Wochenenden um die Ohren. Kein Wunder, ist doch die Sehnsucht, die Grenze zwischen der schnöden Alltagswelt und ihrem fantastischen Gegenstück zu durchbrechen, selbst eine Lieblingsfantasie des Genres: vom Kaninchenloch, durch das Alice in Lewis Carrolls Klassiker ins Wunderland fiel, über den alten Kleiderschrank als Portal in C.S. Lewis’ „Narnia“-Reich bis zur Absperrung zwischen Gleis Neun und Zehn, hinter der der magische Hogwarts-Express (in „Harry Potter“) wartet. Seit den Anfängen der literarischen Fantastik kann der Traum von der Transgression freilich auch zum Albtraum werden, wenn Numinoses und Unheimliches ins Vertraute einbricht. Genau das widerfährt der zwölfjährigen Maggie, der jugendlichen Heldin von „Tintenherz“, während sie zusammen mit ihrem Vater Mortimer in der Villa der schrulligen Tante Elinor nächtigt: Fensterglas splittert, Türen werden aufgebrochen und eine Rotte unheimlicher D

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