- | Deutschland 2009 | 100 Minuten

Regie: Michael Ballhaus

Dokumentation über Berlin, die Großstadt-Impressionen und Interview-Passagen mit vornehmlich bekannten Bürgern der Stadt verwebt. Dem Anspruch, ein Porträt der Metropole zu liefern, wird der Film dabei nicht gerecht, weil Reizthemen, Schattenseiten und Brüche nahezu ausgeblendet bleiben. Dem affirmativen Stil entspricht die Auswahl der "Repräsentanten", deren Aussagen zudem so montiert sind, dass sie sich gegenseitig zu bestätigen scheinen und Fragen, Ecken und Kanten gar nicht erst aufkommen lassen. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2009
Regie
Michael Ballhaus · Ciro Cappellari
Buch
Michael Ballhaus · Ciro Cappellari · Herbert Schwarze
Kamera
Michael Ballhaus · Ciro Cappellari
Musik
Terranova
Schnitt
Karl Riedl
Länge
100 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.

Diskussion
„Ich warte“, singen die „Einstürzenden Neubauten“ zum Finale, „Ich warte auf die Dopamine / die innerlich versprochen sind / Ich warte auf die Vorstellung / dass der Film endlich beginnt.“ Vielleicht ist das zu viel erwartet: ein Film über Berlin. Ein Dokumentarfilm, der die Risse und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Stadt aufspürt und die Menschen, die in diesem Stein gewordenen Widerspruch zuhause sind, die Alt-Berliner und die Zugezogenen, die Parlamentarier, die Künstler, die Kleinunternehmer und die „Leute von der Straße“. Michael Ballhaus, als Kameramann eine Koryphäe, und Ciro Cappellari, der Drehbuch-, Kamera- und Regieerfahrung einbrachte, haben den Film gestemmt, der im Presseheft als „Essay“ bezeichnet wird. Dass letztlich sehr wenige Normalberliner vorkommen und der Film eher zum Who is Who prominenter Spree-Bewohner geraten ist, rückt „In Berlin“ in die Nähe zugkräftigen Stadtmarketings. Insgesamt ist der Film eine erstaunlich unberlinerische, flüssig dahingleitende Sightseeing-Tour, der (fast) nur in den Momenten

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