Die Kinder der Seidenstraße

Drama | Australien/VR China/Deutschland/USA 2008 | 118 Minuten

Regie: Roger Spottiswoode

Der britische Kriegsreporter George Hogg entgeht 1937 in Nanking der Enthauptung durch die japanischen Besatzer. In einer abgelegenen Bergschule nimmt er sich zunächst widerwillig einer Gruppe chinesischer Waisenkinder an, mit denen er schließlich quer durch den Nordwesten Chinas flieht. Aufwändig produziertes, bildgewaltiges Historiendrama, in dem sich der Protagonist vom akademischen Beobachter zum selbstlosen Helfer wandelt. Differenziert entwickelt und gut besetzt, gerinnen die Ereignisse mitunter zur exotischen Folie, auf der ein filmischer Gedenkstein für einen Europäer errichtet wird. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
THE CHILDREN OF HUANG SHI | CHILDREN OF THE SILK ROAD
Produktionsland
Australien/VR China/Deutschland/USA
Produktionsjahr
2008
Regie
Roger Spottiswoode
Buch
James MacManus · Jane Hawksley
Kamera
Zhao Xiaoding
Musik
David Hirschfelder
Schnitt
Geoffrey Lamb
Darsteller
Jonathan Rhys Meyers (George Hogg) · Radha Mitchell (Lee Pearson) · Chow Yun-Fat (Jack Chen) · Michelle Yeoh (Madame Wang) · Guang Li (Shi-Kai)
Länge
118 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama | Historienfilm

Heimkino

Die Extras von DVD und BD enthalten u.a. ein sehr ausführliches "Making Of" (54 Min.) sowie ein Feature mit im Film nicht verwendeten Szenen (7 Min.).

Verleih DVD
Koch (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt., dts dt.)
Verleih Blu-ray
Koch (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Dunkle Wolken brauten sich in den 1930er-Jahren über China zusammen. Sie kamen aus Richtung Osten, aus dem Land der aufgehenden Sonne. Im Sommer 1937 fiel Japan bei seinem großen Nachbarn ein. Es sollte eine traumatische Besatzung werden, übermächtig und weitgehend ungebremst, denn Chinas Machthaber waren viel zu sehr mit der Abwehr der roten Bedrohung im eigenen Land beschäftigt. Bis heute wurde das Leid der Zivilbevölkerung von westlichen Filmkameras kaum eingefangen. Zwei britische „Bildermacher“ versuchten es dennoch: Der Kriegsreporter George Hogg, der damals seine Kamera für 60 chinesische Waisenkinder an den Nagel hing, und nun sein aktueller „Biograf“, der Regisseur Roger Spottiswoode, der Hoggs seelische und räumliche Wanderung semi-fiktiv verfilmt hat. In Staub und Dreck aufwühlenden Bildern folgt sein Drama zunächst dem Oxford-Absolventen Hogg, wie er und seine Kamera in Nangking zu unliebsamen Zeugen eines japanisc

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