Ein russischer Sommer

Biopic | Deutschland/Russland/Großbritannien 2009 | 112 Minuten

Regie: Michael Hoffman

Nach dem Roman "Tolstois letztes Jahr" von Jay Parini rekonstruiert der Film die letzten Monate im Leben von Leo Tolstoi. Dabei gilt das Hauptaugenmerk der komplexen Beziehung zwischen Tolstoi und seiner Frau Sofia sowie dem Streit um sein literarisches Vermächtnis. In den Hauptrollen hervorragend gespielt, sorgfältig ausgestattet und fotografiert, porträtiert die Filmbiografie Tolstoi nicht nur als Schriftsteller, sondern auch als geistige Führungsfigur. Mit seiner Kritik an Starkult und Medienrummel schlägt der Film zugleich eine Brücke zur Gegenwart. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
THE LAST STATION
Produktionsland
Deutschland/Russland/Großbritannien
Produktionsjahr
2009
Regie
Michael Hoffman
Buch
Michael Hoffman
Kamera
Sebastian Edschmid
Musik
Sergej Jewtuschenko
Schnitt
Patricia Rommel
Darsteller
Helen Mirren (Sofia Tolstoi) · Christopher Plummer (Leo Tolstoi) · James McAvoy (Walentin Bulgakow) · Paul Giamatti (Wladimir Tschertkow) · Anne-Marie Duff (Sascha)
Länge
112 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Biopic | Literaturverfilmung

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. ein Feature mit im Film nicht verwendeten Szenen.

Verleih DVD
Warner (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Der unbestimmte Artikel im Filmtitel gibt sich viel zu bescheiden, denn hier geht es nicht um irgendeinen Sommer, sondern um die letzten Monate im Leben von Leo Tolstoi (1828–1910), der durch seinen historischen Roman „Krieg und Frieden“ und natürlich durch „Anna Karenina“ einen enormen Einfluss auf die Literatur der nachfolgenden Generationen ausübte. Der englische Originaltitel ist bei der zeitlichen und örtlichen Einordnung etwas hilfreicher: „The Last Station“ geht auf die Tatsache zurück, dass Tolstoi am 20. November 1910 im Bahnhof von Astapowo starb. Zuvor hatte er seine Familie und seine Anhänger verlassen, um in der Einsamkeit zu leben. Der Film von Michael Hoffman („Tage wie dieser“, fd 32 520), der auch das Drehbuch schrieb, beruht auf dem Roman „Tolstois letztes Jahr“ von Jay Parini. Parini machte sich den Umstand zunutze, dass mehrere Menschen in Tolstois Umfeld Tagebücher schrieben und ihre Version der Ereignisse berichteten. Die Struktur des Romans, der

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