Coco Chanel & Igor Stravinsky

Drama | Frankreich 2009 | 119 Minuten

Regie: Jan Kounen

Adaption eines Romans über die Beziehung der Modedesignerin Coco Chanel mit dem Komponisten Igor Stravinsky. Coco Chanel nimmt den aus Russland emigrierten Musiker und seine Familie in ihrem Landhaus in der Schweiz auf und beginnt eine Affäre mit ihm. In dem visuell betörenden Ausstattungsdrama geht es nicht zuletzt um die Kontrolle emotionaler Reaktionen in einer von gesellschaftlichen Zwängen und Erwartungen geprägten Zeit. Obwohl der Film häufig an der schönen Oberfläche verharrt, trotzen ihm die überzeugenden Hauptdarsteller immer wieder Momente ab, die aufschlussreiche Blicke hinter die mondänen Fassaden gewähren. (Teils O.m.d.U.) - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
COCO CHANEL & IGOR STRAVINSKY
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
2009
Regie
Jan Kounen
Buch
Chris Greenhalgh
Kamera
David Ungaro
Musik
Gabriel Yared
Schnitt
Anny Danché
Darsteller
Anna Mouglalis (Coco Chanel) · Mads Mikkelsen (Igor Stravinsky) · Elena Morozova (Catherine Stravinsky) · Natacha Lindinger (Missia Sert) · Grigori Manukow (Sergej Diaghilew)
Länge
119 Minuten
Kinostart
15.04.2010
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama | Literaturverfilmung

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen dt. untertitelbaren Audiokommentar der Regisseurin sowie ein ausführliches "Making Of" (45 Min.). Der Alleinvertrieb für die Schweiz ist Frenetic Films.

Verleih DVD
Koch & Frenetic Films (16:9, 2.35:1, DD5.1 frz./dt.)
Verleih Blu-ray
Koch & Frenetic Films (16:9, 2.35:1, DD5.1 frz./dt.)
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Diskussion
Der 29. Mai 1913 ist das Datum eines der größten Premierenskandale der Musikgeschichte. Der Komponist: Igor Stravinsky. Das Werk: „Le sacre du printemps“. Der Ort: Das Théâtre des Champs-Elysées in Paris. „Le sacre du printemps“ ist die dritte große Ballettmusik des russischen Avantgarde-Komponisten nach „Der Feuervogel“ und „Petruschka“ und mit seiner rigorosen Polytonalität und Rhythmik wegweisend für die Musik des 20. Jahrhunderts. Stravinsky schichtet darin, in bewusster Abkehr von den impressionistischen Klängen eines Claude Debussy, mehrere Akkorde und Rhythmen übereinander und gibt seiner Musik eine im Konzertsaal nie gehörte motorische Archaik. Gepaart mit der Inszenierung des Totentanzes eines jungen Mädchens, das dem Frühlingsgott geopfert werden soll – eine Inszenierung von Sergej Diaghilews „Ballets Russes“ –, war das dem Publikum wohl zu viel. Buhrufe und Grunzlaute begleiteten die Uraufführung der Musik, die nicht nur mit einem Fagottsolo begann, sondern in sehr hoher Tonlage. Die Zuhörer verließen in Scha

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