Themba - Das Spiel seines Lebens

Sportfilm | Deutschland/Südafrika 2010 | 105 Minuten

Regie: Stefanie Sycholt

Ein schwarzer Junge aus Südafrika träumt von einer Karriere als Profi-Fußballer, wird aber auf den Boden der Wirklichkeit zurückgeworfen, als seine Mutter die Familie verlässt, um in Kapstadt Arbeit zu suchen. Ihr Geliebter missbraucht den Jungen und infiziert ihn mit HIV. Trotzdem ringt er weiter um eine bessere Zukunft. Leidlich unterhaltsamer Versuch, einem schmerzhaften Thema eine populäre Form zu geben, der aber weder als Sportfilm noch als Sozialdrama überzeugt, weil die angedeuteten Missstände von schwelgerischen Landschaftsbildern und einer oberflächlichen Erzählweise übertüncht werden. - Ab 10.

Filmdaten

Originaltitel
THEMBA
Produktionsland
Deutschland/Südafrika
Produktionsjahr
2010
Regie
Stefanie Sycholt
Buch
Stefanie Sycholt
Kamera
Egon Werdin
Musik
Annette Focks
Schnitt
Hansjörg Weissbrich
Darsteller
Junior Singo (Themba) · Patrick Mofokeng (Luthando) · Emmanuel Soginase (Thema mit 12) · Nomhlé Nkonyeni (Ma Zanele) · Simphiwe Dana (Mandisa)
Länge
105 Minuten
Kinostart
05.08.2010
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 10.
Genre
Sportfilm | Drama

Diskussion
Die Begeisterung für den Fußball nutzen, um auf soziale Missstände aufmerksam zu machen und Aufklärungsarbeit zu leisten: diese Absicht verfolgt „Themba“. Der Kinostart des in Südafrika angesiedelten Dramas um einen Jungen, der von einer Karriere als Profikicker träumt, wurde im Fahrwasser der Fußball-WM platziert; prominente südafrikanische Stars flankieren die jugendlichen Darsteller, Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann ist in einer kleinen Gastrolle als Mentor des jungen Hauptdarstellers zu sehen. Freilich heißt „gut gemeint“ noch lange nicht „gut gemacht“, was nicht nur für Lehmanns steifen Auftritt, sondern auch für den Rest des Films gilt: „Themba“ verfolgt sein aufklärerisches Ziel so kalkuliert und dabei so ungeschickt, dass wenig Raum für Film- oder Fußballzauber bleibt. Dass die Geschichte trotzdem einigermaßen unterhaltsam ist, verdankt der Film einem Coming-of-Age-Plot, der auch durch die Inszenierung ni

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren