Michel Petrucciani - Leben gegen die Zeit

Dokumentarfilm | Deutschland/Frankreich 2011 | 103 Minuten

Regie: Michael Radford

Dokumentarisches Porträt des französischen Jazz-Pianisten Michel Petrucciani (1962-1999), der mit Glasknochen zur Welt kam, aber trotz der körperlichen Defizite seiner Zwergwüchsigkeit sowie permanenter Schmerzen zum international gefeierten Jazz-Star avancierte. Über die Beschreibung einzelner Lebensstationen hinaus fängt der Film einfühlsam und sensibel auch die Bedeutung Petruccianis für Personen ein, die ihm künstlerisch wie privat nahe standen, und verdichtet sich dabei zur hymnischen Würdigung eines großen kleinen Mannes, seiner Lebensfreude und -dynamik. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
MICHEL PETRUCCIANI - BODY AND SOUL
Produktionsland
Deutschland/Frankreich
Produktionsjahr
2011
Regie
Michael Radford
Buch
Michael Radford
Kamera
Sophie Maintigneux
Schnitt
Yves Deschamps
Länge
103 Minuten
Kinostart
08.12.2011
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.
Genre
Dokumentarfilm

Diskussion
Michel Petrucciani, dieser große, dabei mit etwas mehr als einem Meter Körpergröße geradezu zwergenhaft kleine Jazz-Pianist, schlug die Menschen um ihn herum in Bann. Der mit Glasknochen zur Welt gekommene Ausnahmemusiker, der stets mit körperlichen Schmerzen leben musste, faszinierte und betörte Männer wie Frauen, sodass sie in Michael Radfords dokumentarischem Porträtfilm zwar oft vom ersten visuellen Schock sprechen, der sich angesichts Petruccianis deutlichem „Andersseins“ einstellte, der dann aber schnell der Wahrnehmung von etwas ganz Besonderem wich: Petrucciani war für alle Befragten „unglaublich“, faszinierend, liebenswert, vital und lebensdurstig; stets suchten sie seine Nähe, auch seine körperliche: Es sei wundervoll gewesen, ihn zu tragen, auch auf der Konzertbühne. Er selbst spricht einmal von sich als einem Schwamm, der alles um sich aufsauge, unmittelbar und ohne Z

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