Jonas - Stell dir vor, es ist Schule und du musst wieder hin!

- | Deutschland 2011 | 110 Minuten

Regie: Robert Wilde

Ein Inszenierung und Fiktion "mixender" Film über ein "Schulexperiment" des Moderators und Schauspielers Christian Ulmen, der als fiktive Figur Jonas noch einmal die Schulbank in einer realen Gesamtschule mit authentischen Schülern und Lehrern drückt und dabei das Projekt einer Band-Gründung verfolgt. Ohne gesellschafts- oder schulpolitische Stoßrichtung wirft der sehr unterhaltsame Film einen betont freundlichen Blick auf die Institution Schule; dabei geht es ihm weniger um eine strukturelle Kritik als um das tragikomisch-spielerische Heraufbeschwören eines Kapitels der eigenen Lebensgeschichte mit ihren kleineren und größeren "Traumata". - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2011
Regie
Robert Wilde
Buch
Johannes Boss · Robert Wilde
Kamera
Frank Lamm
Musik
Jan Löchel · Burkhard Maria Fincke
Schnitt
David Gruschka
Darsteller
Christian Ulmen (Jonas Slooth)
Länge
110 Minuten
Kinostart
05.01.2012
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.

Diskussion
Die Frage stellt sich: Was will ein solcher Film? Was will er sein und was erreichen? „Jonas“, in der Christian Ulmen als 18-Jähriger verkleidet unter realen Lehrern und Schülern erneut die Schulbank drückt, ist ein ungewöhnlicher Hybrid: halb inszeniert, halb dokumentarisch, aber kein „Mockumentary“ und ohne erkennbaren gesellschaftspolitischen Anspruch, wie ihn etwa der ebenfalls auf der Trennlinie zwischen Inszenierung und Dokumentation balancierende französische Film „Die Klasse“ (fd 39 090) von Laurent Cantet vertrat. In der Fernsehserie „Mein neuer Freund“, in der Ulmen in den Gewändern höchst nervtötender Zeitgenossen auftrat, sich als „neuer Freund“ dem Umfeld seiner jeweiligen Kandidaten anpasste (die auf einen Geldgewinn am Ende des Martyriums hofften) und dabei nachhaltig verstörte Familien- und Freundschaftsverhältnisse zurückließ, pflegte der Schauspieler noch einen solchen Anspruch: Auf ziemlich schmerzhafte Weise zeigten Ulmen und Regisseur Robert Wilde, wie weit Menschen für Geld

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