Amer - Die dunkle Seite deiner Träume

- | Frankreich/Belgien 2010 | 90 Minuten

Regie: Hélène Cattet

Eine vierteilige, visuell großartig gestaltete Liebeserklärung an das Genrekino des italienischen "Giallo" als hypnotisierendes Poesiealbum modernisierter Kino-Reminiszenzen: Ein kleines Mädchen begegnet im verwunschenen Anwesen seiner Eltern dem Leichnam seines Großvaters. Jahre später erlebt sie im Teenager-Alter erotisches Begehren und Begehrt-Werden. Schließlich erwachsen geworden, zieht es sie in das elterliche Haus zurück, wo die kindlichen Dämonen nun zu einer realen Bedrohung werden. Die Handlung bewegt sich mit albtraumhafter Schwere im Kreis und rückt die Psychoanalyse ins Schaufenster einer ins Obskure verliebten Fantasie. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
AMER
Produktionsland
Frankreich/Belgien
Produktionsjahr
2010
Regie
Hélène Cattet · Bruno Forzani
Buch
Hélène Cattet · Bruno Forzani
Kamera
Manu Dacosse
Schnitt
Bernard Beets
Darsteller
Marie Bos (Ana) · Harry Cleven · Delphine Brual (Graziella) · Cassandra Forêt (Ana als Kind) · Charlotte Eugène Guibeaud (jugendliche Ana)
Länge
90 Minuten
Kinostart
19.01.2012
Fsk
ab 16
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Heimkino

Die schöne, wertig aufgemachte DVD & BD-Edition enthält als Extras jeweils u.a. ein 16-seitiges Booklet mit informativen Texten zum Film sowie die Kurzfilme der Regisseurin: "Catharsis" (3 Min.), "Chambre Jaune" (8 Min.), "L'Etrange Portrait De La Dame en Jaune" (6 Min.) und "La Fin De Notre Amour" (9 Min.).

Verleih DVD
Koch (16:9, 2.35:1, DD5.1 frz./dt.)
Verleih Blu-ray
Koch (16:9, 2.35:1, dts-HDMA frz./dt.)
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Diskussion
Seit Douglas Gordon eine Videokassette von Hitchcocks „Psycho“ auf 24 Stunden dehnte und damit berühmt wurde, ist das Genrekino aus dem Kunst- und Experimentalfilm nicht mehr wegzudenken. Auf ihre Weise greifen Filmemacher wie Peter Tscherkassky, Volker Schreiner oder das Regie-Duo Matthias Müller/Christoph Girardet einzelne Motive des Erzählkinos auf, um sie in ihre Bestandteile zu zerlegen und verfremdet wieder zusammenzubauen. Am weitesten haben sich jetzt Hélène Cattet und Bruno Forzani auf dieses Feld vorgewagt. Ein ganzes Jahrzehnt huldigen sie nun schon in kunstvollen Kurzfilmen dem Giallo, also der italienischen Variante des in den 1970er-Jahren aufgeblühten Horrorfilms, für den Namen wie Mario Brava, Lucio Fulci und Dario Argento sowie die barocke Stilisierung vo

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