Gefährten

- | USA 2011 | 147 Minuten

Regie: Steven Spielberg

Der Sohn eines englischen Farmers nimmt sich liebevoll und geduldig eines Wallachs an und schließt mit ihm Freundschaft, bis mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs für das Pferd eine leidvolle Odyssee beginnt. Zwischenzeitlich tritt der Junge in die britische Armee ein und hofft, das Tier an der Front wiederzufinden. Gefühlvolles, mitunter sentimentales, in der Darstellung der Kriegsgräuel aber auch drastisch-schockierendes Epos, das die Geschichte einer unzertrennlichen Freundschaft erzählt und zugleich die Absurdität des Kriegs sowie die Sinnlosigkeit verlorener Leben anklagt. In den Kriegsszenen brillant und mitreißend, fesselt der Film zwischen üppigen Panoramen und intimen Detailzeichnungen als Wiederbelebung des weit ausgreifenden, emotionalen Stils klassischer Hollywood-Epen und wird zu einem Stück fast vergessener filmischer Erzählkunst. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
WAR HORSE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2011
Regie
Steven Spielberg
Buch
Lee Hall · Richard Curtis
Kamera
Janusz Kaminski
Musik
John Williams
Schnitt
Michael Kahn
Darsteller
Emily Watson (Rosie Narracott) · David Thewlis (Lyons) · Peter Mullan (Ted Narracott) · Niels Arestrup (Großvater) · Tom Hiddleston (Captain Nicholls)
Länge
147 Minuten
Kinostart
16.02.2012
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Heimkino

Die Standardausgabe (DVD & BD) enthält keine erwähnenswerten Extras. Die "Limited Special Edition" (DVD & BD) enthält indes eine Bonusdisk mit vier Features zum Film, von denen das "Making of" "Wie ein Epos entsteht" (64 Min.), "Schnitt und Filmmusik" (9 Min.) sowie "Das Sounddesign von Gefährten" (7 Min.) die ausführlichsten sind.

Verleih DVD
Walt Disney (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Walt Disney (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl., dts-HD7.1 dt.)
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Diskussion
Es ist bewundernswert, mit welcher Leichtigkeit und Vielfältigkeit Steven Spielberg in den letzten zwei Jahrzehnten in Hollywood zwischen Mainstream und Kunst laviert, zwischen Erfolg und Herzensanliegen. Einem kommerziellen Film stellt er häufig – manchmal sogar kurz darauf – einen persönlichen entgegen. So kommt kurz nach „Die Abenteuer von Tim und Struppi“ (fd 40 710) nun Spielbergs Adaption von Michael Morpurgos Roman „Schicksalsgefährten“ (1982) in die Kinos, der ab 2007 auch als Theaterstück in London und New York lange Laufzeiten hatte. Rasch wird klar, was Spielberg an dem Roman berührt und interessiert haben muss: Da ist zum einen ein Junge, der sich, ähnlich wie in „E.T.“ (fd 23 743) oder „A.I. – Artificial Intelligence“ (fd 35 041), gegen die Erwachsenen stellt und sich einen neuen Freund sucht; da ist zum anderen die Anklage gegen den Horror und die Sinnlosigkeit der Kriege im 20. Jahrhundert, in denen Menschen, aber auch Tiere leiden und sterben. Dass hier ein Pferd symbolhaft im Mittelpunkt de

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