Die eiserne Lady

Biopic | Großbritannien/Frankreich 2011 | 105 Minuten

Regie: Phyllida Lloyd

Biografischer Spielfilm über Margret Thatcher, der sich auf die Privatperson konzentriert und dabei nur wenig Einsichten in ihre Politik bietet. Aus den langen Szenen, die sich ihrem Privatleben und ihren von Demenz heimgesuchten alten Tagen widmen, spricht mehr Verehrung als sachliche Analyse; zu wenig vermittelt sich jedoch über die britische Politik der 1980er-Jahre, um sich ein Bild des umstrittenen britischen Staatsoberhaupts machen zu können. Getragen wird der Film allein von Meryl Streep: Jede Geste, jede Modulation in der Stimme suggerieren eindrucksvoll die "Eiserne Lady". - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
THE IRON LADY
Produktionsland
Großbritannien/Frankreich
Produktionsjahr
2011
Regie
Phyllida Lloyd
Buch
Abi Morgan
Kamera
Elliot Davis
Musik
Thomas Newman
Schnitt
Justine Wright
Darsteller
Meryl Streep (Margaret Thatcher) · Jim Broadbent (Denis Thatcher) · Alexandra Roach (junge Margaret Thatcher) · Harry Lloyd (junger Denis Thatcher) · Olivia Colman (Carol Thatcher)
Länge
105 Minuten
Kinostart
01.03.2012
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Biopic | Historienfilm

Heimkino

Verleih DVD
Concorde/Eurovideo (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt., dts dt.)
Verleih Blu-ray
Concorde/Eurovideo (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Da sitzt sie, allein, ein wenig in sich gekauert, erfolglos um Haltung ringend. Ihre Karriere liegt schon lange hinter ihr. Eine außergewöhnliche Karriere, die ihr niemand zugetraut hätte. Sicher, es gab immer wieder Frauen im Buckingham Palace, aber im Unterhaus oder gar in der Downing Street? Absurd! Nun aber sitzt sie allein in ihrem Salon, umringt vom Hauspersonal und nicht von Ministern, und ahnt vielleicht noch etwas von den weltpolitischen Dingen, die sie einst mitbestimmte. Tief in ihrem Herzen ist sie immer noch jene, die von den Sowjets einst „Iron Lady“ getauft wurde. Doch der Nebel, der ihr Gedächtnis trübt, wird immer dichter. Das Biopic über das Leben von Margaret Thatcher beginnt mit epischer Anmutung. Es gibt Genre-Vorbilder für die ausladende Struktur, die den Rückblick auf ein gelebtes Leben oder – schlimmer – auf den bevorstehenden Tod zum Anlass nehmen, ausführlich in die Vergangenheit zu schweifen, um zu zeigen, was an diesem Leben so exzeptionell (oder tragisch) war. Filme wie „Gandhi“ (fd 23 780) o

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