Das bessere Leben

Drama | Frankreich/Polen/Deutschland 2011 | 94 Minuten

Regie: Malgoska Szumowska

Eine Journalistin schreibt für eine Mode-Zeitschrift einen Artikel über Studentinnen, die ihren aufwändigen Lebensstil durch Prostitution finanzieren. Während sie den Text zu Ende bringt und ein Abendessen für Geschäftsfreunde ihres Mannes vorbereitet, hallen die Gespräche mit zwei jungen Prostituierten in ihr nach, die an verdrängte Sehnsüchte und Begierden rühren. Die Bruchstücke aus Erinnerung, Vergegenwärtigung und Reflexion zwingt das Drama in keine thematisch strukturierte Ordnung; vielmehr folgt es einer von drei außergewöhnlichen Schauspielerinnen getragenen assoziativen Logik, wobei die collagenhafte Fülle an Miniaturen und Diskursen um die Dialektik des Begehrens und Dilemmata der bürgerlichen Welt kreist. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
ELLES
Produktionsland
Frankreich/Polen/Deutschland
Produktionsjahr
2011
Regie
Malgoska Szumowska
Buch
Tine Byrckel · Malgoska Szumowska
Kamera
Michal Englert
Schnitt
Françoise Tourmen · Jacek Drosio
Darsteller
Juliette Binoche (Anne) · Anaïs Demoustier (Charlotte) · Joanna Kulig (Alicja) · Louis-Do de Lencquesaing (Patrick) · Krystyna Janda (Alicjas Mutter)
Länge
94 Minuten
Kinostart
29.03.2012
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Zorro (16:9, 2.35:1, DD5.1 frz./dt.)
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Diskussion
Ein Film über das älteste Gewerbe der Welt lebt in der Regel nicht vom Neuigkeitswert seines Themas, sondern von seinem voyeuristischen Potenzial. Das gilt selbst noch für eine Elendsstudie wie Michael Glawoggers „Whores’ Glory“ (fd 40 674) und erst recht für Malgoska Szumowskas Drei-Frauen-Stück „Elles“, das von der Warte der französischen Bourgeoise aus über käuflichen Sex und ein damit assoziiertes „besseres Leben“ (so der treffende deutsche Titel) nachdenkt. Dessen „Stoff“, Studentinnen, die ihren aufwändigen Lebensstil mittels Prostitution finanzieren, ist in den letzten Jahren schon mehrfach durch die Boulevardmedien gegeistert. Doch das kluge Drehbuch verwahrt sich gegen allzu platte Sexismen, indem es geschickt die Perspektiven wechselt. Im Zentrum stehen deshalb weder die jungen Frauen noch ihre Kunden; der Film fokussiert vielmehr auf eine etablierte Journalistin Mitte 40, die für das Pariser Hochglanzmagazin „Elle“ an einer Geschichte über studentische Callgirls schreibt. Nach einer arbeits

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