Der Diktator

Komödie | USA 2012 | 84 (24 B./sec.)/81 (25 B./sec.) Minuten

Regie: Larry Charles

Während eines Besuchs in New York verüben Widersacher aus dem eigenen Hofstaat ein Attentat auf den Diktator eines fiktiven nordafrikanischen Staats. Zwar überlebt dieser, strandet aber verloren in den Straßen der ihm fremden und unvertrauten Großstadt. Eine Bioladenbesitzerin und ein Nuklearwissenschaftler aus seiner Heimat helfen ihm. Eine nur bedingt komische Sketch-Parade ohne rechten Biss. Statt eine Kunstfigur auf reale Menschen loszulassen, veranstaltet der Filmemacher eine rein fiktive Farce, der nur gelegentlich einige satirische Spitzen gelingen. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE DICTATOR
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2012
Regie
Larry Charles
Buch
Sacha Baron Cohen · Alec Berg · David Mandel · Jeff Schaffer
Kamera
Lawrence Sher
Musik
Erran Baron Cohen
Schnitt
Greg Hayden · Eric Kissack
Darsteller
John C. Reilly · Sacha Baron Cohen (General Aladeen/Efawadh) · Anna Faris (Zoey) · Sayed Badreya (Omar) · Ben Kingsley (Tamir)
Länge
84 (24 B.
sec.)
81 (25 B.
sec.) Minuten
Kinostart
17.05.2012
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Komödie

Heimkino

Die Extras der DVD enthalten u.a. ein Feature mit sechs im Film so nicht verwendeten Szenen (12 Min.). Die Extras der BD umfassen ein gegenüber der DVD verlängertes Feature mit im Film nicht verwendeten Szenen (34 Min.).

Verleih DVD
Paramount (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Paramount (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Autoritäre Systeme an sich sind nicht komisch. Zum Lachen kann allerdings die satirische Bewältigung des Schreckens sein, wie sie Charles Chaplin in „Der große Diktator“ (fd 7373) konkurrenzlos gelang. Es wirkt heilsam, wenn der Popanz auf die allzumenschliche Ebene herabgezerrt wird. Die lächerliche Diskrepanz zwischen Protz und Patschigkeit, zwischen gewaltiger Geste und kleinem Ausrutscher funktioniert auch in „Der Diktator“ immer noch, wobei sich eine gewisse Nähe zu Chaplins Klassiker nicht auf den Titel beschränkt. Sacha Baron Cohen spielt den zottelbärtigen Führer des fiktiven nordafrikanischen Staats Wadiya, der sein Volk unterjocht, sich im Luxus suhlt, ein obsessives Faible für Atomwaffen an den Tag legt und sich an den Ölvorkommen seines Landes eher desinteressiert zeigt. Ganz im Gegensatz zu seinen heimlichen Widersachern im Palast, die am Kapitalismus teilhaben wollen und dafür sogar demokratische Reformen in Kauf nähmen

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