Tom und Hacke

Kinderfilm | Deutschland/Österreich 2012 | 98 (24 B./sec.)/94 (25 B./sec.) Minuten

Regie: Norbert Lechner

Ein etwa 13-jähriger Junge voller Abenteuerlust und Entdeckerfreude wird in den Wirren und Unsicherheiten der unmittelbaren Nachkriegszeit des Jahres 1948 gemeinsam mit seinem Freund in einen Mordfall verwickelt und muss sich mutig, verantwortungsvoll und gerecht verhalten. Stimmungsvoller, mitunter sehr spannender Jugendfilm, der die klassische Romanvorlage von Mark Twain vom Mississippi in eine bayerische Kleinstadt verlegt und die Handlung ebenso reizvoll wie erkenntnisreich mit einem Kapitel deutscher Geschichte verbindet. Konsequent wird dabei die mundartliche Klangfärbung als konstituierendes "Lokalkolorit" eingesetzt. - Sehenswert ab 10.

Filmdaten

Originaltitel
TOM UND HACKE
Produktionsland
Deutschland/Österreich
Produktionsjahr
2012
Regie
Norbert Lechner
Buch
Rudolf Herfurtner
Kamera
Namche Okon
Musik
Martin Unterberger
Schnitt
Manuela Kempf
Darsteller
Benedikt Weber (Thomas Sojer) · Xaver-Maria Brenner (Bartel Hacker/Hacke) · Fritz Karl (Josef Achatz/Ami Joe) · Franziska Weisz (Apollonia Burger/Tante Polli) · Franz Buchrieser (Anton Schön/Lehrer)
Länge
98 (24 B.
sec.)
94 (25 B.
sec.) Minuten
Kinostart
02.08.2012
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 10.
Genre
Kinderfilm | Literaturverfilmung

Diskussion
Klassische Literatur wird allgemein als „zeitlos“ angesehen, weil sie erzählerisch „formvollendet“ daherkommt und frei von Moden unabhängige Themen verhandelt. Insofern ist Mark Twains Jugendbuch „Die Abenteuer des Tom Sawyer“ aus dem Jahr 1876 in der Tat ein Klassiker, dessen herrliche, satirisch pointierte Episoden von der Liebe nach Freiheit und Unabhängigkeit, von Widerstand und Verantwortung, aber auch notwendiger Anpassung erzählen. Und doch spielt „Tom Sawyer“ (wie die Fortsetzung „Die Abenteuer des Huckleberry Finn“) ja nicht im luftleeren, abstrakten Raum: Erst die stimmungsvolle, detailfreudige Verortung im Missouri-Städtchen St. Petersburg an den Ufern des Mississippi macht den Roman so einzigartig. Während sich viele Verfilmungen vor allem am äußerlichen Reiz der pittoresken Ort- und Landschaften orientieren, geht Norbert Lechner („Toni Goldwascher“, fd 38 296) einen gänzlich andere

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