Angels' Share - Ein Schluck für die Engel

Komödie | Großbritannien/Frankreich/Belgien/Italien 2012 | 101 Minuten

Regie: Ken Loach

Ein junger, körperlich eher schmächtiger Glasgower Hitzkopf, der mit der Tochter seines Todfeinds ein Kind erwartet, wird mit drei weiteren Jugendlichen zu gemeinnütziger Sozialarbeit verurteilt. Dank eines engagierten Sozialarbeiters entdeckt er, dass er eine feine Nase für Whisky besitzt, und heckt einen verwegenen Plan aus, wie ein einziges Fass Single Malt die Tür zu einer besseren Welt aufstoßen könnte. Eine erfrischend zupackende Komödie, die dramaturgisch zwar in mehrere Teile zerfällt, aber ein so erdiges Loblied auf Solidarität und Mitmenschlichkeit anstimmt, dass man sich der beglückenden Katharsis einer späten Gerechtigkeit nicht entziehen kann. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
THE ANGELS' SHARE
Produktionsland
Großbritannien/Frankreich/Belgien/Italien
Produktionsjahr
2012
Regie
Ken Loach
Buch
Paul Laverty
Kamera
Robbie Ryan
Musik
George Fenton
Schnitt
Jonathan Morris
Darsteller
Paul Brannigan (Robbie) · John Henshaw (Harry) · Gary Maitland (Albert) · Jasmine Riggins (Mo) · Willam Ruane (Rhino)
Länge
101 Minuten
Kinostart
18.10.2012
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Komödie
Diskussion
Ken Loachs Filme sind in gewisser Weise unberechenbar: Als Zuschauer muss man immer damit rechnen, urplötzlich einen kräftigen Schlag in die Magengrube zu erhalten. Das Werk des mittlerweile 76-jährigen Regisseurs wird auch nicht gerade wegen seines Humors gerühmt, obwohl der in seinen dunkel umwölkten Sozialdramen sich dennoch ab und an Bahn bricht. Etwas Erleichterung wird möglich, wenn sich für die von Paul Laverty ersonnenen Figuren aus dem Arbeiter- und Arbeitslosenmilieu die Tür zu einer sonnigeren Zukunft zu öffnen schien – die dann meist umso schmerzlicher wieder zugeschlagen wird. Loach erzählt von den Verlierern eines ungerechten Systems, das von Geld und einer gesellschaftliche Hierarchie bestimmt wird, die sich seit Jahrhunderten kaum verändert hat. Seine Filme sind nicht nur stramm links, sondern meist auch ziemlich nihilistisch: Unten

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