Western | USA 2013 | 149 Minuten

Regie: Gore Verbinski

Neuverfilmung des aus den 1930er-Jahren stammenden "Lone Ranger"-Stoffs: Ein junger Mann, dessen Bruder von einem blutrünstigen Banditen ermordet wurde, macht sich als letzter Texas Ranger auf die Jagd nach dem Mörder. Unterstützung findet das Greenhorn bei einem seltsamen Indianer. Gore Verbinski macht aus der Vorlage einen irritierenden, aber gerade deswegen durchaus reizvollen Genre-Hybrid. Elemente der Western-Vorlage, Effektkino-Bombast und Klamauk werden mitunter recht bitter abgeschmeckt, wenn hinter dem Spektakel ein höchst despektierliches Bild der USA aufscheint, das eher an kritische Spätwestern als an die "Lone Ranger"-Vorlage erinnert. Trotz dramaturgischer Unebenheiten entsteht so ein fürs Blockbuster-Kino eigensinniges Kinoabenteuer. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
THE LONE RANGER
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2013
Regie
Gore Verbinski
Buch
Justin Haythe · Ted Elliott · Terry Rossio
Kamera
Bojan Bazelli
Musik
Hans Zimmer
Schnitt
James Haygood · Craig Wood
Darsteller
Johnny Depp (Tonto) · Armie Hammer (John Reid / Lone Ranger) · William Fichtner (Butch Cavendish) · Tom Wilkinson (Cole) · Ruth Wilson (Rebecca Reid)
Länge
149 Minuten
Kinostart
08.08.2013
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Western

Heimkino

Die Extras enthalten u.a. ein Feature mit zwei im Film nicht verwendeten Szenen (4 Min.). Die BD enthält zudem ein dreiteiliges „Making of“ (33 Min.).

Verleih DVD
Walt Disney (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Walt Disney (16:9, 2.35:1, dts-HDMA7.1 engl., dts-HD dt.)
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Diskussion
Der Krähenvogel, den Johnny Depp alias Tonto als skurrilen Federschmuck auf dem Kopf trägt, ist programmatisch für die „Verbinskisierung“ des „Lone Ranger“-Stoffes. Auch wenn ein Genre scheintot ist, kann man es als schrägen Wiedergänger noch einmal groß in Szene setzen. Vielleicht lässt es sich ja sogar noch einmal zum Fliegen bringen! Bei den „Pirates of the Caribbean“ (u.a. fd 36 113) war dieses Konzept zumindest kommerziell voll aufgegangen; bei „Lone Ranger“ aber scheint es – zumindest in den USA – gescheitert zu sein. An der Kinokasse war der Film ein Flopp, und von den Kritikern hagelte es fast einhellig Verrisse. Das Ausbleiben der Zuschauer darauf zurückzuführen, dass der Stoff dem jungen Publikum kaum noch bekannt sei, ist als Erklärung ziemlich dürftig; schließlich konnte sich der erste „Pirates“-Film lediglich auf eine Themenpark-Attraktion berufen, nicht auf

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