Drama | Frankreich/Großbritannien/Polen/Portugal 2013 | 105 Minuten

Regie: Andrzej Jakimowski

Ein blinder Lehrer führt an seiner Blindenschule in Lissabon die unkonventionelle Methode der Echo-Ortung ein, mit der sich Objekte und Entfernungen besser einschätzen lassen sollen. Unter den Schülern befindet sich eine introvertierte, die den Lehrer für sich gewinnen will. Der Film schneidet interessante Fragen über Behinderung und Wahrnehmung an, doch sowohl formal als auch dramaturgisch gelingt es ihm nur bedingt, das „blinde Sehen“ poetisch auszubuchstabieren. Viele Bilder und Einfälle bleiben im Klischeehaft-Prätentiösen hängen, auch darstellerisch fällt die Bilanz durchwachsen aus. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
IMAGINE
Produktionsland
Frankreich/Großbritannien/Polen/Portugal
Produktionsjahr
2013
Regie
Andrzej Jakimowski
Buch
Andrzej Jakimowski
Kamera
Adam Bajerski
Musik
Tomasz Gassowski
Schnitt
Cezary Grzesiuk
Darsteller
Edward Hogg (Ian) · Alexandra Maria Lara (Eva) · Melchior Derouet (Serrano) · Francis Frappat (Doktor) · João Lagarto (Bruder Humberto)
Länge
105 Minuten
Kinostart
02.01.2014
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama

Heimkino

Die DVD enthält eine Audiodeskription für Sehbehinderte.

Verleih DVD
Neue Visionen (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Es ist ein kleiner Trick, mit dem Ian Evas Aufmerksamkeit auf sich lenkt: Mit zwei zurechtgebogenen Drahtstückchen kratzt er auf dem Blech vor dem geöffneten Fenster. Das Geräusch hört sich an wie das Trippeln der Vögel, die sich die ausgestreuten Samen auf ihrem Fensterbrett holen. Eva glaubt zunächst, was sie hört. Ian ist blind, ebenso wie die junge Deutsche Eva. Er wird als Lehrer für räumliche Orientierung an eine Blindenschule in Lissabon berufen, an der Kinder und junge Erwachsene aus aller Welt unterrichtet werden. Ian weigert sich, einen Blindenstock zu benutzen, weil er nicht als hilfsbedürftig erscheinen will. Stattdessen propagiert er die Echoortung. Schallwellen sollen ihm dabei helfen, ein inneres Bild von seiner Umgebung entstehen zu lassen. Die Blessuren in seinem Gesicht legen aber nahe, dass dies nicht

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