Drama | Deutschland 2013 | 89 Minuten

Regie: Thomas Sieben

Ein Jahr nach dem Amoklauf eines Jugendlichen an einer Schule im Allgäu soll der Assistent des zuständigen Staatsanwalts vor Ort Polizeiberichte abholen. Als sich sein Aufenthalt in die Länge zieht, spürt er selbst dem Fall nach und freundet sich mit einer Augenzeugin an. Trotz bisweilen etwas unbeholfener Dialoge überzeugt der Film durch seine leise, fast dokumentarisch anmutende Inszenierung einer Recherche, die simple Erklärungen des Phänomens jugendlicher Amokläufe bewusst verweigert. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2013
Regie
Thomas Sieben
Buch
Christian Lyra · Thomas Sieben
Kamera
Jan Vogel
Musik
Eckart Gadow
Schnitt
Manuel Reidinger
Darsteller
Friedrich Mücke (Roman) · Liv Lisa Fries (Laura) · Dominic Raacke (Dr. Scheidt) · Arnd Schimkat (Beamter) · Lucy Wirth (Romans Exfreundin)
Länge
89 Minuten
Kinostart
30.01.2014
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
mixtvision/Indigo (16:9, 1.78:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Die Stille nach dem Schuss steht im Zentrum des zweiten Langfilms von Thomas Sieben. Bereits sein Debüt „Distanz“ (fd 40 020) widmete sich mit wissenschaftlich kühl anmutender Beobachtung der Psyche eines jungen Psychopathen, dessen chronische Teilnahmslosigkeit mit eruptiver Gewalt abwechselte, auf Autobahnbrücken, wo er Steine auf die Fahrbahn warf, oder in einem Park, in dem er wahllos Spaziergänger mit einem Jagdgewehr erschoss. In „Staudamm“, der Rekonstruktion eines fiktiven Amoklaufs in einer Allgäuer Schule, ist der Täter nur scheinbar abwesend. Sein fataler, akribisch geplanter Wutausbruch, dem Mitschüler, Lehrer und am Ende auch er selbst zum Opfer fielen, liegt zwar ein ganzes Jahr zurück. Doch das Dorf, in dem er gewütet hat, ist immer noch traumatisiert; die Schule ist in provisorische Container umgezogen, die zugeschneiten Straßen

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