- | USA 2013 | 138 Minuten

Regie: David O. Russell

Lose an einen realen Polit-Skandal aus den späten 1970er-Jahren angelehnte Dramödie über einen Trickbetrüger, der mit seiner Geliebten im Auftrag eines FBI-Agenten korrupte Politiker überführen soll. Als auch noch die Mafia mitmischt, entwickelt sich ein gefährlicher Strudel aus Verführung und Täuschung, der überdies von der neurotischen Ehefrau des Betrügers befeuert wird. Dank eines großartigen Soundtracks lässt der detaillierte Ausstattungsfilm nicht nur die Zeit wiederauferstehen, sondern entwickelt mit cleveren Verwicklungen, maliziösen Dialogen und perfekt getimten Plansequenzen eine mitreißende Dynamik. Während der Balanceakt der glänzend besetzten Gauner, Agenten, Politiker und Mobster von Eitelkeiten, Habgier und Eifersucht vorangetrieben wird, schlummert unter dem überdrehten „Hustle“ immer auch der Wunsch nach Selbstoptimierung und Liebe. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
AMERICAN HUSTLE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2013
Regie
David O. Russell
Buch
Eric Singer · David O. Russell
Kamera
Linus Sandgren
Musik
Danny Elfman
Schnitt
Alan Baumgarten · Jay Cassidy · Crispin Struthers
Darsteller
Christian Bale (Irving Rosenfeld) · Bradley Cooper (Richie DiMaso) · Amy Adams (Sydney Prosser) · Jeremy Renner (Bürgermeister Carmine Polito) · Jennifer Lawrence (Rosalyn Rosenfeld)
Länge
138 Minuten
Kinostart
13.02.2014
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Heimkino

Die Extras enthalten u.a. ein Feature mit elf im Film nicht verwendeten Szenen (21 Min.). Die etwas umfangreicher BD enthält zudem die Pressekonferenz (u.a. mit dem Regisseur und dem Darsteller Christian Bale) auf der Berlinale 2014 (35 Min.).

Verleih DVD
Tobis/Universum (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Tobis/Universum (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
So viel Liebe erfahren Haare wohl nur, wenn nicht mehr genügend vorhanden sind. Sorgfältig legt Irving Rosenfeld seine kahle Schädeldecke frei, klatscht unter den Klängen des Songs „A Horse with No Name“ von der Rockband America ein Toupet drauf und kämmt die lang gezüchtete Seitenpartie über die haarige Vorspiegelung falscher Tatsachen. Ein paar Minuten später aber wühlt ein Mann mit Minipli-Löckchen gehässig durch Irvings Haarturm und legt damit jenes Vogelnest frei, das Irvings größte Schwachstelle ist – neben seiner Wampe. Es sind Ton-Bild-Collagen für die bösartigen Kino-Götter, mit denen „American Hustle“ seine „Obermauschler“ einführt. Doch zunächst springt der Film zurück nach vorn: Im Off erzählt Irving von seinem lukrativen Dasein als kleiner Kredit- und Kunstbetrüger. Als er 1978 bei einer Poolparty die schöne Sydney kennenlernt, ei

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