Maps to the Stars

- | Kanada/Deutschland/USA/Frankreich 2014 | 112 Minuten

Regie: David Cronenberg

Eine eben erst aus der Psychiatrie entlassene junge Frau, deren Gesicht von Brandnarben verunstaltet ist, arbeitet als Assistentin einer alternden Schauspielerin in Hollywood, die eine Rolle in einem Remake zu ergattern versucht, die einst ihre verstorbene Mutter verkörperte. Zur gleichen Zeit feilt die Familie der Rückkehrerin an der Filmkarriere des 13-jährigen Sohns. Geschickt jongliert die bissige Hollywood-Satire mit Thriller- und Ghost-Story-Elementen. Eitelkeit und Schuldgefühle finden in unheimlichen Erscheinungen ein Ventil, wobei die entstellte Frau zum entscheidenden Rädchen in der Albtraumfabrik wird, an der der Zahn der Zeit nagt. Nicht zuletzt geht es um das schizophrene Nebeneinander von Wärme, Boshaftigkeit, Hypertrophie und Mitgefühl in der Maschinerie Hollywoods. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
MAPS TO THE STARS
Produktionsland
Kanada/Deutschland/USA/Frankreich
Produktionsjahr
2014
Regie
David Cronenberg
Buch
Bruce Wagner
Kamera
Peter Suschitzky
Musik
Howard Shore
Schnitt
Ronald Sanders
Darsteller
Julianne Moore (Havana Segrand) · Mia Wasikowska (Agatha Weiss) · John Cusack (Dr. Stafford Weiss) · Robert Pattinson (Jerome Fontana) · Olivia Williams (Cristina Weiss)
Länge
112 Minuten
Kinostart
11.09.2014
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Heimkino

BD und DVD enthalten eine Audiodeskription für Sehbehinderte, allerdings nur in englischer Sprache.

Verleih DVD
MFA/Ascot Elite (16:9, 1.78:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
MFA/Ascot Elite (16:9, 1.78:1, dts-HDMA engl./dt.)
DVD kaufen
Diskussion
„Können wir eine dieser Karten kaufen, eine, auf denen die Häuser der Stars eingezeichnet sind?“ So tönt es vom Rücksitz der Miet-Limousine, mit der sich Jerome, ein erfolgloser Schauspieler, in Los Angeles über Wasser zu halten versucht. Brandnarben haben sich in die helle Haut der jungen Frau auf der Rückbank gefressen, die Agatha heißt und weder wie eine typische Touristin noch wie eine Schauspielerin aussieht, aber immerhin eine zu kennen behauptet: Carrie Fisher aus „Star Wars“, die an einem Drehbuch über Brandopfer arbeitet, hätte Agatha bei ihren Recherchen auf Twitter kontaktiert. Agatha strahlt vor Selbstbewusstsein, und doch scheinen sich die notdürftig kaschierten Narben, denen im Land der glatten Oberflächen etwas Skandalöses anhaftet, in ihr Innerstes gebohrt zu haben. Ganz so wie die Häuser in die Hollywood-Hills, durch die sich Jeromes Limousine hinaufwindet, bis zu der Stelle, an der einst das Anwesen der Familie Weiss stand. Von hier rühren Agathas innere Verletzungen,

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