Drama | Niederlande/Belgien/Dänemark 2013 | 113 Minuten

Regie: Alex van Warmerdam

Ein Landstreicher klingelt an der Tür einer bürgerlichen Familie, setzt sich im Gartenhaus ihrer Villa fest, holt Kumpane zu sich und bemächtigt sich nach und nach des Eigentums und der Kinder des Paares. Realistisch inszenierte Parabel über das Ende der bourgeoisen Welt, deren tiefliegende Schichten der Angst und Gewalt im Prozess der Konfrontation mit dem „negativen Engel“ freigesetzt werden. Dramaturgisch stringent und hochspannend, hinterlässt der Film ein Gefühl der Bedrohung, das vielseitig ausdeutbar ist. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
BORGMAN
Produktionsland
Niederlande/Belgien/Dänemark
Produktionsjahr
2013
Regie
Alex van Warmerdam
Buch
Alex van Warmerdam
Kamera
Tom Erisman
Musik
Vincent van Warmerdam
Schnitt
Job ter Burg
Darsteller
Jan Bijvoet (Borgman) · Hadewych Minis (Marina) · Jeroen Perceval (Richard) · Sara Hjort Ditlevsen (Stine) · Eva van de Wijdeven (Ilonka)
Länge
113 Minuten
Kinostart
02.10.2014
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama | Thriller

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. ein Feature mit im Film nicht verwendeten Szenen (6 Min.).

Verleih DVD
Ascot Elite (16:9. 2.35:1, DD5.1 niederl./dt., dts dt.)
Verleih Blu-ray
Ascot Elite (16:9. 2.35:1, dts-HDMA niederl./dt)
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Diskussion
Drei Männer, eine Art Bürgerwehr, ziehen mit Gewehr, Pistole und Speer in den Wald, um einen Landstreicher zu töten, der in einer Erdhöhle haust. Doch dem unrasierten Waldbewohner gelingt die Flucht. Unterwegs warnt er zwei weitere, ebenfalls unter der Erdoberfläche ruhende Gestalten, die sich ihm anschließen. Der Zuschauer, der die Vorgeschichte dieser Hetzjagd nicht kennt, nichts über die Verfolger und die Verfolgten weiß, ist vom Äußeren des Höhlenmenschen zwar befremdet, mehr aber noch von der Brutalität der Jäger: Wer ist hier gut und wer ist böse? Gibt es diese Polarität überhaupt? Oder ist alles nicht viel komplizierter Der Mann, der aus dem Untergrund nach oben getrieben wird, heißt Borgman und mit Vornamen Camiel, was von fern an die Engel Damiel und Cassiel aus Wim Wenders’ „Der Himmel über Berlin“ (fd 26 452) erinnern könnte. Sollte etwa auch dieser Camiel ein Engel sein? Vielleicht eine Art Bruder jenes namenlosen himmlischen Gastes, der in Pier Pao

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