Höhere Gewalt (2014)

Drama | Schweden/Frankreich/Dänemark/Norwegen 2014 | 120 Minuten

Regie: Ruben Östlund

Als beim Skiurlaub in den französischen Alpen Lawinengefahr droht, ergreift ein Mann instinktiv die Flucht statt seiner Frau und seinen beiden Kindern beizustehen. Die familiäre Einheit bekommt dadurch tiefe Risse: Das Vertrauen der Ehefrau ist zerrüttet, die Position des Manns als Familienoberhaupt in Frage gestellt. Ein formal brillantes Drama als von satirischen Tönen durchdrungene Bestandsaufnahme der Kleinfamilie und ihrer Rollenbilder. Dabei hinterlässt die souveräne, allwissende Inszenierung durchaus ambivalente Gefühle, weil sie den Figuren kaum Eigenständigkeit zugesteht. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
TURIST | FORCE MAJEURE
Produktionsland
Schweden/Frankreich/Dänemark/Norwegen
Produktionsjahr
2014
Regie
Ruben Östlund
Buch
Ruben Östlund
Kamera
Fredrik Wenzel
Musik
Ola Fløttum
Schnitt
Ruben Östlund · Jacob Secher Schulsinger
Darsteller
Johannes Bah Kuhnke (Tomas) · Lisa Loven Kongsli (Ebba) · Clara Wettergren (Vera) · Vincent Wettergren (Harry) · Kristofer Hivju (Mats)
Länge
120 Minuten
Kinostart
20.11.2014
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Alamode (16:9, 2.35:1, DD5.1 swe./dt.)
Verleih Blu-ray
Alamode (16:9, 2.35:1, DD5.1 swe./dt.)
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Diskussion
Eine Kolonne von Schneepflügen brettert nachts über eine Skipiste, Schneekanonen setzen sich automatisiert in Gang, das Geräusch von Lawinensprengungen in der Ferne kündet von drohender Gefahr: Wintersporttourismus hat wohl kaum jemals abstrakter und monumentaler ausgesehen als in Ruben Östlunds „Höhere Gewalt“. Durch wiederkehrende menschenleere Totalen, in denen die Technologie einer Freizeitindustrie als nahezu geisterhafte Mechanik ins Bild gesetzt wird, erzeugt der schwedische Filmemacher eine merkwürdig fremdartige, fast Science-Fiction-hafte Atmosphäre. Die Menschen darin – im Zentrum steht eine junge, bürgerlich gesättigte Familie, Vater, Mutter, zwei Kinder – muten nicht wirklich vertrauter und lebendiger an. In der aseptischen Kulisse eines riesigen Luxushotels und auf den perfekt präparierten Skipi

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