Die Mafia mordet nur im Sommer

Komödie | Italien 2013 | 89 Minuten

Regie: Pierfrancesco Diliberto

Der Lebensweg eines Jungen aus Palermo scheint schicksalhaft mit den blutigen Umtrieben der Mafia Anfang der 1980er-Jahre verwoben. Vor allem durchkreuzen die Wege des organisierten Verbrechens immer wieder die Versuche, seiner Angebeteten seine Liebe zu beweisen. Im Gewand einer leichten Komödie versteht sich das Regiedebüt eines italienischen Fernsehmoderators als Pamphlet gegen das organisierte Verbrechen sowie als Hommage an ermordete Mafiajäger. Der komödiantische Überbau lässt die Brutalität der Mafiosi läppisch und verharmlost erscheinen, wozu auch schlichte Figuren und die unbeholfene Inszenierung beitragen. (O.m.d.U.) - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
LA MAFIA UCCIDE SOLO D'ESTATE
Produktionsland
Italien
Produktionsjahr
2013
Regie
Pierfrancesco Diliberto
Buch
Michele Astori · Pierfrancesco Diliberto · Marco Martani
Kamera
Roberto Forza
Musik
Santi Pulvirenti
Schnitt
Cristiano Travaglioli
Darsteller
Cristiana Capotondi (Flora) · Pif (Arturo) · Alex Bisconti (Arturo als Kind) · Ginevra Antona (Flora als Kind) · Claudio Goiè (Francesco)
Länge
89 Minuten
Kinostart
04.06.2015
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Komödie | Krimi
Diskussion
Da wackeln sowohl Jesus als auch der Ministerpräsident Giulio Andreotti: Als ein paar Straßen weiter eine Autobombe den Mafia-Richter Rocco Chinnici in den Tod reißt, drohen die Bilder über Arturos Kinderbett durch die Erschütterung herunterzufallen. Ein vielsagendes Bild, wie da die zentralen Koordinaten einer Kindheit ins Wanken geraten. Wir sind im Italien Anfang der 1980er-Jahre, genauer gesagt: In Palermo. Mitten in einem der großen Mafiakriege, als in der sizilianischen Hauptstadt durchschnittlich alle drei Tage ein Mord begangen wurde. Erzählt wird dies über die kindliche und später erwachsene Perspektive des Protagonisten Arturo, dessen Leben, und zwar begonnen mit dem Akt der Zeugung, die (auf freilich nicht ganz ernsthafte Weise) als schicksalhaft verwoben mit der Cosa Nostra dargestellt wird. So lautet das erste Wort des kl

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