Feriado. Erste Liebe

Jugendfilm | Ecuador/Argentinien 2014 | 86 Minuten

Regie: Diego Araujo

Ein schüchterner Jugendlicher aus der Oberschicht von Quito wird 1999 während sozialer Unruhen in Ecuador zu Verwandten in die Anden geschickt, wo er wegen seiner introvertierten Art, aber auch wegen seiner femininen Züge malträtiert wird. Auf einer Karnevalsparty nimmt er mit einem gleichaltrigen Indio reißaus und flieht in dessen Dorf, wo er seiner Gefühle für das eigene Geschlecht gewahr wird. Eine realistisch erzählte „Coming out“-Geschichte, die für den inneren Aufruhr und die konfliktreichen Orientierungsversuche des Protagonisten kaum sprechende Bilder findet. Ähnlich blass wie sein Begehren bleibt die Darstellung der politischen Spannungen, die eine Schichten übergreifende homosexuelle Liebesbeziehung verunmöglichen. (O.m.d.U.) - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
FERIADO
Produktionsland
Ecuador/Argentinien
Produktionsjahr
2014
Regie
Diego Araujo
Buch
Diego Araujo
Kamera
Magela Crosignani
Musik
Daniele Luppi
Schnitt
Julián Giulianelli
Darsteller
Juan Manuel Arregui (Juan Pablo) · Diego Andrés Paredes (Juano) · Manuela Merchán (La Flaca) · Canela Samaniego (Maribel) · Irwin Ortiz (Jorgito)
Länge
86 Minuten
Kinostart
19.02.2015
Fsk
ab 12 (DVD)
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Jugendfilm

Heimkino

Verleih DVD
GMfilms (16:9, 1.78:1, DD5.1 span.)
DVD kaufen

Diskussion
Der in Quito behütet aufgewachsene 16-jährige Juan Pablo wird von seiner Mutter in die Anden zu seinem Onkel gebracht, der sich dort auf seiner Hazienda verschanzt hat. Mit einigen Getreuen versucht er, die Wogen des großen Bankenskandals zu glätten, der 1999 Ecuador erschütterte. Seinerzeit war der titelgebende „Banken-Feiertag“ („feriado bancario“) ausgerufen worden, um eine Hyperinflation zu verhindern. Doch die dafür Verantwortlichen tanzen weiter auf dem Vulkan und mimen gute Laune. Das „wilde“ Land wird zum Schauplatz eines sozialen Konflikts, der zwischen Arm und Reich vehement geführt wird. Auf einer Karnevalsparty seines Onkels lernt Juan unversehens die Selbstjustiz seiner sozialen Klasse kennen, als ein Ind

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