A Man can make a difference

Dokumentarfilm | Deutschland/Österreich/USA 2015 | 107 Minuten

Regie: Ullabritt Horn

Gelungenes dokumentarisches Porträt des US-amerikanischen Juristen Benjamin Ferencz, der 1947 als 27-Jähriger zum Chefankläger des Nürnberger Einsatzgruppen-Prozesses berufen wurde. Anhand von Interview- und Archivmaterial sowie aktuellen Auftritten des rüstig-eloquenten Ferencz zeichnet der Film nach, wie ein Einzelner auch aufgrund seiner eigenen Erfahrung mit Vertreibung und Armut entscheidend ins Weltgeschehen eingreifen konnte. Bis in die Gegenwart hinein streitet Ferencz für das Völkerrecht und trug mit zur Gründung des Internationalen Strafgerichtshofs bei. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
A MAN CAN MAKE A DIFFERENCE
Produktionsland
Deutschland/Österreich/USA
Produktionsjahr
2015
Regie
Ullabritt Horn
Buch
Ullabritt Horn
Kamera
Hans Batz · Günther Wittmann
Musik
Stefano Giannotti
Schnitt
Robert H. Schumann
Länge
107 Minuten
Kinostart
12.11.2015
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion
Traurig bleibt der 94-jährige Benjamin Ferencz auf dem Salzburger Petersfriedhof vor dem Familiengrab von Elisabeth und Eduard Büchlmann stehen. Die Inschrift, die von zwei 1941 in Russland gefallenen Söhnen zeugt, habe ihn berührt, weil sie so viel vom Leid der Eltern und den Schrecken des Krieges verrate. Das Porträt eines der wichtigsten Akteure für die Strafverfolgung von Kriegsverbrechern beginnt mit Einzelschicksalen. Nicht mit denen von Opfern, für die Ferencz als Ankläger bei den Nürnberger Prozessen Gerechtigkeit forderte, sondern mit der Gegenseite, den Soldaten, die für den Genozid an der Ostfront mitverantwortlich waren. Ferencz, der das „difference“ schon im Namen trägt, kämpfte an allen Fronten – und er weiß, wovon er spricht: 1944

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