Das Hotelzimmer

Kammerspiel | Deutschland 2014 | 92 Minuten

Regie: Rudi Gaul

Eine erfolgreiche Schriftstellerin will in einem Hotelzimmer ein Interview geben, der angebliche Journalist stellt sich ihr jedoch bald als Bekannter aus vergangenen Tagen vor. Als sie ihn loswerden will, fesselt er sie und dringt weiter in sie. Während sich immer deutlicher eine verdrängte Schuld herauskristallisiert, verschieben sich die Rollen von Peiniger und Opfer. Der auf einen Raum und zwei Figuren begrenzte Psychothriller strapaziert seine Glaubwürdigkeit permanent durch haarsträubende Wendungen. Die guten Schauspieler mühen sich vergeblich an unfreiwillig komischen Dialogen ab. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2014
Regie
Rudi Gaul
Buch
Rudi Gaul
Kamera
Michael Hammon
Schnitt
Carmen Kirchweger
Darsteller
Mina Tander (Agnes Lehner) · Godehard Giese (Lukas Schmidt)
Länge
92 Minuten
Kinostart
05.11.2015
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Kammerspiel | Thriller

Heimkino

Die Extras enthalten u.a. ein längeres Interview mit Regisseur Rudi Gaul (14 Min.).

Verleih DVD
Zorro (16:9, 1.78:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Zwei Menschen mit gegensätzlichen Absichten liefern sich ein wendungsreiches verbales Duell, allein in einem Raum, und der Kinozuschauer ist als unsichtbarer Dritter hautnah dabei, wenn die scheinbar eindeutige Ausgangslage ins Gegenteil kippt. Es liegt etwas Verführerisches in dieser Vorstellung, die schon viele Filmemacher angesprochen hat. Dem theatralischen Wesen der Grundkonstellation entsprechend, sind solche Kino-Kammerspiele oft Theateradaptionen, die nah am Original bleiben – von Peter Glenvilles „Der Gefangene“ ((fd 7813); 1955) über David Mamets „Oleanna“ ((fd 31 473); 1994) bis zu Volker Schlöndorffs „Diplomatie“ ((fd 42 544); 2014). Daneben haben Regisseure aus Zweipersonen-Szenarien aber immer wieder auch originär filmische, einfallsreich umgesetzte Stoffe entwickelt, et

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