Die Melodie des Meeres

Animationsfilm | Irland/Dänemark/Belgien/Luxemburg/Frankreich 2014 | 93 Minuten

Regie: Tomm Moore

Ein zehnjähriger Junge leidet wie sein Vater, ein melancholischer Leuchtturmwärter, am Verlust der Mutter, die als mythisches Wesen ihre Gestalt wandeln konnte und zur Zeit der Geburt seines Geschwisterkinds verschwand. Gemeinsam mit der kleinen Schwester soll er bei der Oma in Dublin leben, doch das fehlende Meer lässt das Mädchen erkranken. Auf dem gefahrvollen Rückweg an die Küste erkennt der Junge allmählich die wahre Natur seiner Schwester. Der bewegende, meisterhaft gestaltete, an visuellen Details überbordende Animationsfilm verknüpft Figuren aus der irischen Sagenwelt mit einer Geschichte um Verlust und Trauer, Zuneigung und Solidarität. Dabei kommt der Kraft des Erzählens und Erinnerns eine besondere Bedeutung zu. - Sehenswert ab 8.

Filmdaten

Originaltitel
SONG OF THE SEA
Produktionsland
Irland/Dänemark/Belgien/Luxemburg/Frankreich
Produktionsjahr
2014
Regie
Tomm Moore
Buch
William Collins
Musik
Bruno Coulais
Schnitt
Darragh Byrne
Länge
93 Minuten
Kinostart
24.12.2015
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 8.
Genre
Animationsfilm

Heimkino

Verleih DVD
KSM
Verleih Blu-ray
KSM
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Diskussion
Da sind sie wieder, all die Kreise und Wellenlinien, die unendlich detaillierten Verzierungen, die formal so exakt gestalteten Bilder, die auch schon Tomm Moores Regiedebüt „Das Geheimnis von Kells“ (2009; (fd 41 418)) ausgezeichnet haben. Auch in „Die Melodie des Meeres“ legt Moore die Bilder seines Zeichentrickfilms an wie kleine Kunstwerke, unterstreicht durch die bewusst falschen Perspektiven, die räumliche Tiefe zu einer Fläche verdichten, geometrische Formen oder imitiert keltische Motive. Schön sind diese Bilder und irgendwie eigenartig, soghaft, aber nicht aufdringlich. Zusammen mit dem träumerischen Score von Bruno Coulais und Kila setzen sie schon in der Eröffnungsszene eine melancholische Stimmung und verweisen auf die Kernthemen des Films: Um Trauer geht es. Und um Folklore. Kurz vor der Geburt ihrer Tochter übt Bronagh mit ihrem Sohn Ben noch einmal traditionelle Lieder

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