My Talk with Florence

Dokumentarfilm | Österreich 2014 | 134 Minuten

Regie: Paul Poet

Die französische Künstlerin Florence Burnier-Bauer spricht mit dem Dokumentaristen Paul Poet über ihre drastischen Missbrauchserfahrungen zwischen Kindheit, Prostitution und der Friedrichshof-Kommune von Otto Mühl. Ein ebenso herausfordernder wie komplexer Interview-Film zwischen Selbstdarstellung und Selbstanalyse. Neben seinem erschütternden Inhalt wirft er grundlegende Fragen nach der Rolle der Inszenierung, dem Verhältnis von Filmemacher und Befragter sowie der Grenze zwischen Wahrheitssuche und Voyeurismus auf. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
MY TALK WITH FLORENCE
Produktionsland
Österreich
Produktionsjahr
2014
Regie
Paul Poet
Buch
Paul Poet
Kamera
Johannes Holzhausen
Musik
Peter Brunner
Schnitt
Andi Winter
Länge
134 Minuten
Kinostart
14.01.2016
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Dokumentarfilm

Heimkino

Die Mediabook-Ausgabe (2019) umfasst den Film auf DVD in der Kinofassung sowie in einer von Komponist Alec Empire mit Musik versehenen Version. Außerdem enthält die DVD im Bonusmaterial u.a. ein ca. 24-minütiges Interview mit Regisseur Paul Poet, in dem er über die Zusammenarbeit mit Florence Burnier-Bauer und die Entstehung des Films berichtet. Zusätzlich ist das Mediabook ausgestattet mit einem umfangreichen englischsprachigen Booklet mit diversen Texten sowohl zum Film als auch mit Kontextualisierungen rund um die Missbrauchs-Thematik und "rape culture".

Verleih DVD
Cargo Records
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Erschütternde Lebensbeichte der französischen Künstlerin Florence Burnier-Bauer.

Diskussion

Erschütternde Lebensbeichte der französischen Künstlerin Florence Burnier-Bauer.

Zu Beginn setzt sich die Künstlerin Florence Burnier-Bauer in den alten Ledersessel und will beginnen. Doch da fällt ihr etwas ein: Sie steht auf und holt eine Puppe mit rot verschmiertem Gesicht, um, wie sie sagt, dem Film etwas Schockierendes mitzugeben.

Dabei bräuchte es diese Puppe gar nicht, weil die Ausführungen, die Burnier-Bauer in den zwei Filmstunden weitgehend ungeschnitten zu Protokoll gibt, schockierend genug sind. Durch die Anwesenheit der Puppe wird allerdings das Inszenierte des Gesprächs unterstrichen, was dem Film zusätzlich etwas Beklemmendes verleiht, denn Burnier-Bauer berichtet von drastischen Erfahrungen zwischen einem Leben in einer geschlossenen Anstalt, frühem

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