Drama | USA 2015 | 129 Minuten

Regie: Tom McCarthy

Ein Reporter-Team der US-amerikanischen Tageszeitung „The Boston Globe“ wird von seinem neuen Chefredakteur auf Missbrauchsfälle durch katholische Priester in der Erzdiözese Boston gestoßen und deckt deren jahrzehntelange Vertuschung durch den verantwortlichen Kardinal auf. Der an tatsächlichen Vorgängen orientierte, brillant gespielte Film arbeitet detailliert den Skandal auf, wobei er inszenatorisch sensibel die Nähe zu Dokumentarfilmen sucht, ohne dadurch an Spannung und Anteilnahme zu verlieren. Vor allem ist er auch ein leidenschaftliches Plädoyer für den investigativen Printjournalismus. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
SPOTLIGHT
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2015
Regie
Tom McCarthy
Buch
Tom McCarthy · Josh Singer
Kamera
Masanobu Takayanagi
Musik
Howard Shore
Schnitt
Tom McArdle
Darsteller
Mark Ruffalo (Mike Rezendes) · Michael Keaton (Walter "Robby" Robinson) · Rachel McAdams (Sacha Pfeiffer) · Liev Schreiber (Marty Baron) · John Slattery (Ben Bradlee Jr.)
Länge
129 Minuten
Kinostart
25.02.2016
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Paramount (16:9, 1.78:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Paramount (16:9, 1.78:1, dts-TrueHD engl., DD5.1 dt.)
DVD kaufen
Diskussion
Kein Genre ist bei Kinogängern derzeit so beliebt wie Filme, die auf wahren Begebenheiten beruhen. Die Spanne reicht dabei von streng an der Realität orientierten Dokumentationen bis zu Dramatisierungen hochaktueller Ereignisse. Die Beschäftigung mit den Missbrauchsfällen katholischer Priester und deren weitreichende Publizität bot sich unter solchen Voraussetzungen geradezu an. Regisseur Tom McCarthy widmet sich dem „heißen Thema“ aber nicht zur Ausbeutung seines Sensationscharakters, sondern wie ein Forscher, der sich mit den allgemein zugänglichen Ermittlungen nicht zufriedengibt, weil er sich von den Vorgängen so aufgewühlt fühlt, dass er das ganze Ausmaß und die ganze Wahrheit offenlegen will. „Spotlight“ erinnert an eines der großen Vorbilder in der Filmgeschichte, Alan J. Pakulas „Die Unbestechlichen“ (fd 19 971) aus dem Jahr 1976, der Aufdeckung des Watergat

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren