Komödie | USA/Großbritannien 2016 | 106 Minuten

Regie: Joel Coen

Ein leitender Hollywood-Manager ist Anfang der 1950er-Jahre vor allem als „Troubleshooter“ tätig, um Unheil von seinem Studio abzuwenden. Als der Hauptdarsteller eines prestige-trächtigen Sandalenfilms mit religiösen Anklängen entführt wird, muss er das Problem lösen, bevor die Klatschreporter davon Wind bekommen. Ein mit virtuoser Eleganz und großer Leichtigkeit zwischen Persiflage und Hommage pendelnder Film über die „Goldene Ära“ Hollywoods. Das vergnügliche Schwelgen in Studiokulissen, die kongeniale Besetzung sowie die perfekte Nachbildung „klassischer“ Hollywood-Standards geben der mäandernden Geschichte einen betörenden Widerschein, hinter deren schillernder Oberfläche durchaus auch gesellschafts- und kulturpolitische Missstände aufleuchten. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
HAIL, CAESAR!
Produktionsland
USA/Großbritannien
Produktionsjahr
2016
Regie
Joel Coen · Ethan Coen
Buch
Joel Coen · Ethan Coen
Kamera
Roger Deakins
Musik
Carter Burwell
Schnitt
Ethan Coen (als Roderick Jaynes) · Joel Coen (als Roderick Jaynes)
Darsteller
Josh Brolin (Eddie Mannix) · George Clooney (Baird Whitlock) · Alden Ehrenreich (Hobie Doyle) · Ralph Fiennes (Laurence Lorentz) · Scarlett Johansson (DeeAnna Moran)
Länge
106 Minuten
Kinostart
18.02.2016
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Komödie

Heimkino

Verleih DVD
Universal (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Universal (16:9, 1.85:1, dts-HDMA engl., dts dt.)
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Diskussion
Eddie Mannix (Josh Brolin) verschlägt es die Sprache. Als Executive des Hollywood-Studios Capitol Pictures ist er zu Beginn der 1950er-Jahre eine Art Mädchen für alles und trägt dabei die Sünden der (Film-)Welt auf seinen Schultern. Die neueste Strapaze: Mannix soll sich von führenden Vertretern der Glaubensgemeinschaften eine an „Ben Hur“ angelehnte Verfilmung des Lebens Jesu mit dem Titel „Hail, Caesar!“ absegnen lassen. Auf die Frage, ob die Jesus-Darstellung im Drehbuch denn angemessen sei, entgegnet der orthodoxe Priester trocken: „Ich habe schon Schlimmeres gesehen.“ Sein katholisches Pendant hängt sich derweil an der Dreifaltigkeit auf, und für den jüdischen Rabbi steht fest: „Gott ist Junggeselle, und er ist wütend – nur nicht auf die Juden!“ Solch ein pointierter Schlagabtausch gehört nicht nur für die Coen-Brüder, sondern auch für Mannix zum Tagesgeschäft. Ansonsten fängt der „Fixer“ flügge gewordene Starlets ein, dirigiert Klatschreporter (in herrlicher Doppelrolle: Tilda Swinton) und besänftigt Regisseure (prächtig pikiert als George-Cukor-Verschnitt: Ralph Fiennes), die a

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