Das Tagebuch der Anne Frank (2016)

Drama | Deutschland 2016 | 128 Minuten

Regie: Hans Steinbichler

Mehr als zwei Jahre lang verstecken sich ab 1942 acht Menschen im Hinterhaus der Amsterdamer Prinsengracht 263, um der Deportation nach Auschwitz zu entkommen. In warmen Sepia-Tönen entfaltet der empathische Film das Schicksal von Anne Frank, die an ihrem 13. Geburtstag ein Tagebuch geschenkt bekommt und darin ihre Erlebnisse und Gefühle notiert. Mit einer höchst eindrucksvollen Hauptdarstellerin zeichnet er das Bild einer lebenshungrigen und schlagfertigen Jugendlichen, die mit sich und anderen ringt und trotz aller Anspannung und Gefahr auf die Versprechungen der Liebe hofft. Dabei findet er einen respektvollen Umgang mit dem weltbekannten Tagebuch, das er dezent aktualisiert, ohne seine Authentizität zu schmälern. - Sehenswert ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2016
Regie
Hans Steinbichler
Buch
Fred Breinersdorfer
Kamera
Bella Halben
Musik
Sebastian Pille
Schnitt
Wolfgang Weigl
Darsteller
Lea van Acken (Anne Frank) · Martina Gedeck (Edith Frank) · Ulrich Noethen (Otto Frank) · Stella Kunkat (Margot Frank) · André Jung (Hans van Daan)
Länge
128 Minuten
Kinostart
03.03.2016
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 12.
Genre
Drama | Literaturverfilmung

Heimkino

Verleih DVD
Universal (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt.)
Verleih Blu-ray
Universal (16:9, 2.35:1, dts-HDMA dt.)
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Diskussion
Es ist erstaunlich, dass Deutschland so lange gebraucht hat, um sich an diesen vom Fernsehen bis zu Hollywood mehrfach verfilmten Stoff im Kinoformat zu wagen. An der Scheu, sich an der Unantastbarkeit authentischer Überlieferung zu vergreifen, dürfte es kaum gelegen haben, Holocaust-Filme gibt es auch im deutschen Kino en masse: von „Aimée & Jaguar“ (fd 33 548) bis zu „Ende der Schonzeit“ (fd 41 540). Dass Fred Breinersdorfer nach „Sophie Scholl – die letzten Tage“ (fd 36 917) und „Elser – Er hätte die Welt verändert“ (fd 42 998) erneut als Vertreter der Nachkriegsgeneration das Drehbuch beisteuert, signalisiert bereits den Willen, bloß keinen peinlichen Ausrutscher zu riskieren. Selbst Hans Steinbichler, der mit

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