Drama | Irland/Kanada 2015 | 118 Minuten

Regie: Lenny Abrahamson

Eine junge Frau wird seit Jahren in einem Schuppen gefangen gehalten und missbraucht. Ihrem fünfjährigen Sohn, der in der Gefangenschaft geboren wurde, täuscht sie lange vor, dass die Welt nur aus dem Raum bestehe, in dem sie leben. Kurz nach seinem Geburtstag enthüllt sie ihm die Wahrheit und schmiedet gemeinsam mit ihm einen Fluchtplan. Außergewöhnlich dicht inszeniertes Drama, das sich geschickt die Perspektive des Jungen auf die gewalttätigen Vorgänge aneignet, ohne diese zu banalisieren. Beeindruckend auch die einfallsreiche Kameraführung, ebenso das brillant verkörperte Mutter-Sohn-Gespann sowie die dramaturgische Weigerung, simple Lösungswege zu beschreiten. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
ROOM
Produktionsland
Irland/Kanada
Produktionsjahr
2015
Regie
Lenny Abrahamson
Buch
Emma Donoghue
Kamera
Danny Cohen
Musik
Stephen Rennicks
Schnitt
Nathan Nugent
Darsteller
Brie Larson (Joy "Ma" Newsome) · Jacob Tremblay (Jack Newsome) · Joan Allen (Nancy Newsome) · William H. Macy (Robert Newsome) · Sean Bridgers (Old Nick)
Länge
118 Minuten
Kinostart
17.03.2016
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama

Heimkino

Die Standardausgabe (DVD) enthält keine erwähnenswerten Extras. Die Extras der umfangreicheren BD umfassen u.a. einen interessanten Audiokommentar des Regisseurs, des Kameramanns, des Cutters und des Production Designers Ethan Tobman.

Verleih DVD
Universal (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Universal (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl., dts dt.)
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Diskussion
Dieser Kosmos umfasst kaum mehr als zehn Quadratmeter. Die Wände sind dick und schallisoliert, die Tür aus Stahl. Den einzigen Blick in die Außenwelt erlaubt ein Oberlicht. Trotz der Enge fühlt sich der fünfjährige Jack jedoch nicht als Gefangener in dem Zimmer, das er mit seiner Mutter bewohnt. Sein Alltag ist vielseitig: Fernsehen, Spielen, Sport, Baden, Essen, Zuhören, wenn seine Mutter ihm Geschichten vorliest. Jack vermisst nichts, denn er kennt nichts anderes als dieses begrenzte Zuhause, das er einfach „Raum“ nennt. Die dort vorhandenen Gegenstände hält er für einzigartig. Das Leben dieses Kindes, wie es in den ersten zehn Minuten von Lenny Abrahamsons Film ausgebreitet wird, ist bei allen Beschränkungen abwechslungsreich und abenteuerlich: wie ein Spiel, das auch gruselige, aus Sicht des Jungen aber harmlose Abschnitte beinhaltet. Etwa die Nächte, wenn ihm sein Bett im Schrank zurecht

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