Rammstein: Paris

Musikdokumentation | Deutschland/Frankreich 2016 | Kinofassung: 98 Directors Cut: 128 Minuten

Regie: Jonas Åkerlund

Während ihrer Tournee „Made in Germany“ trat die deutsche Hardrock-Band Rammstein im März 2012 auch im Palais Omnisports in Paris auf, mit einer Bühnenshow, die virtuos um martialische Stereotypen kreiste, die durch die provokanten Liedtexte mitunter sogar konterkariert werden. Aus dem mit mehr als 30 Kameras aufgenommenen, perfekt choreografierten Treiben auf der Bühne entwirft der dokumentarische Musikfilm ein virtuoses, akustisch brachiales und in Dolby Atmos ausgeklügelt abgemischtes „Best of“-Spektakel von mitreißend aggressiver Qualität, das durch seine visuell-auditive Explizitheit gleichwohl eher grenzwertig ausfällt.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland/Frankreich
Produktionsjahr
2016
Regie
Jonas Åkerlund
Kamera
Eric Broms
Schnitt
Jonas Åkerlund · Adrianna Merlucci
Länge
Kinofassung: 98 Directors Cut: 128 Minuten
Kinostart
23.03.2017
Fsk
ab 16; f
Genre
Musikdokumentation
Diskussion
Der schwedische Regisseur Jonas Åkerlund ist kein Kind von Traurigkeit. Sein Musicvideoclip „Smack My Bitch Up“ (1997) sorgte nicht nur deshalb für Aufmerksamkeit, weil die darin auftretende Band „The Prodigy“ aufgrund der expliziten Gewalt und des Drogenkonsums der „handelnden Person“ aus dem Dreh aussteigen wollte. Noch mehr Aufsehen geregte der Umstand, dass sich die lange nicht zu erkennende Figur am Ende als Frau entpuppt. Das in einer zensierten Version mehrfach auch vom Musiksender MTV ausgezeichnete Video gilt heute als Meilenstein des Genres. Ganz ähnlich verhielt es sich mit dem Video zu dem Rammstein-Song „Pussy“ (2009) – mit dem bezeichnenden Unterschied allerdings, dass die hier in einer wilden Sex-Orgie gezeigte Band keine Schwierigkeiten mit dem Sujet hatte. Die ungekürzte Fassung des kontroversen Songs über Sextourismus zirkuliert noch immer auf Pornokanälen.

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