Dokumentarfilm | Deutschland 2016 | 89 Minuten

Regie: Carolin Genreith

Der Vater der Dokumentaristin Caroline Genreith verliebt sich in Thailand in eine junge Frau. Wieder daheim, hält die Fernbeziehung an und führt drei Jahre später zur Heirat. Die Tochter interveniert vor laufender Kamera, doch ihr moralischer Unterton verflüchtigt sich bald in eine komödiantische Grundstimmung. Die Filmemacherin fragt, ob der Vater ein Sextourist sei, wie es um die Liebe im Alter bestellt ist und wie sie sich zu ihrer nahezu gleichaltrigen Stiefmutter positioniert, doch eine reflektierte Auseinandersetzung mit dem asymmetrischen Verhältnis bleibt aus und weicht dem Wohlfühl-Porträt einer liebenswert schrulligen Figur.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2016
Regie
Carolin Genreith
Buch
Carolin Genreith
Kamera
Philipp Baben der Erde
Schnitt
Stefanie Kosik-Wartenberg
Länge
89 Minuten
Kinostart
16.03.2017
Fsk
ab 0; f
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion
Die Filmemacherin Carolin Genreith hat in ihrem Leben ihre eigenen Toni-Erdmann-Momente. Nachdem sie sich zunächst für ihre Mutter, die den Bauchtanz als Hobby entdeckte, in Grund und Boden schämte („Die mit dem Bauch tanzen“ (fd 41 781)), wird ihr Vater zum peinlichen Fall. „Der Genreith ist Sextourist“, wird in dem kleinen Dorf in der Nordeifel getuschelt. Carolins Vater, Verwaltungsangestellter kurz vor der Pensionierung, außerdem Hobbyimker und Betreiber eines kleinen Hofs, hat beim Urlaub in Thailand eine Frau kennengelernt: Tukta, die gerade mal ein Jahr älter ist als die eigene Tochter. Hätte es denn nicht eine pensionierte Lehrerin sein können? Nein, hät

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