40 Tage in der Wüste

Bibelfilm | USA 2015 | 99 Minuten

Regie: Rodrigo García

Auf der Suche nach Gott streift Jesus fastend durch die Wüste und kämpft mit den Einflüsterungen eines Versuchers, der als sein Alter Ego erscheint. Das in seiner Formsprache asketische, meditativ angelegte Drama erweitert die biblische Versuchungsgeschichte durch die Herausforderung an Jesus, die schwierigen Konflikte einer Familie zu lösen, und setzt dabei auf thematisch vielfältige Spiegelungen. Eine interessante Variation der Jesus-Geschichte mit offenen Denkanstößen, beeindruckend auch durch die Leistung des Hauptdarstellers in der Doppelrolle als Jesus und Versucher.

Filmdaten

Originaltitel
LAST DAYS IN THE DESERT
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2015
Regie
Rodrigo García
Buch
Rodrigo García
Kamera
Emmanuel Lubezki
Schnitt
Matt Maddox
Darsteller
Ewan McGregor (Jesus/Versucher) · Ciarán Hinds (Vater) · Ayelet Zurer (Mutter) · Tye Sheridan (Sohn) · Susan Gray (Dämonische Frau)
Länge
99 Minuten
Kinostart
13.04.2017
Fsk
ab 12; f
Genre
Bibelfilm | Drama | Historienfilm
Diskussion
Über die Versuchung Jesu in der Wüste berichten die Evangelisten Matthäus und Lukas; bei Markus steht dazu nur ein Satz. Der Film von Rodrigo García, dem Sohn des Schriftstellers Gabriel García Márquez, ergänzt die Versuchungsgeschichte um eine Begegnung Jesu, der hier Yeshua heißt, mit einer Familie. Der Film ist eine Art apokryphes Evangelium, das zwei Dimensionen entfaltet: der Versucher stellt die Beziehung Yeshuas zu Gott auf die Probe, die Begegnung mit der Familie ist eine Art „Probelauf“ für sein Heilswirken in Bezug auf die Menschen. Der Versucher verknüpft beides. Wenn Yeshua den Konflikt dieser Familie lösen kann, werde er ihn in Ruhe lassen. Die Situation scheint kompliziert: Der Vater hat seine erste Frau früh verloren, eine jüngere Frau geheiratet und mit 47 Jahren einen Sohn bekommen. Sein

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