The Birth of a Nation - Aufstand zur Freiheit

Biopic | USA 2016 | 120 Minuten

Regie: Nate Parker

Der Afroamerikaner Nat Turner (1800-1831) wächst als Sklave im US-Bundesstaat Virginia zu einem charismatischen Prediger heran, der die Verhältnisse im Auftrag seines Besitzers als gottgewollt darstellen soll. Als er den Zwiespalt zwischen Elend, Gewalt und der christlichen Botschaft nicht mehr aushält und in der Bibel Stellen findet, die zum Kampf gegen Unterdrückung aufrufen, zettelt er einen Aufstand an, der nur 36 Stunden währt und ihm den Tod bringt. Das geradlinig erzählte Heldenepos rückt den Gründungsmythos der USA zurecht und stellt die rassistisch-sexistische Ausbeutung der Schwarzen ins Zentrum. Ästhetisch-dramaturgisch changiert der Film mitunter bedenklich zwischen Kitsch und Gewalt, bringt aber auf beiden Seiten eine durchgängige Ambivalenz mit ins Spiel.

Filmdaten

Originaltitel
THE BIRTH OF A NATION
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2016
Regie
Nate Parker
Buch
Nate Parker
Kamera
Elliot Davis
Schnitt
Steven Rosenblum
Darsteller
Nate Parker (Nat Turner) · Armie Hammer (Samuel Turner) · Mark Boone jr. (Reverend Walthall) · Colman Domingo (Hark) · Aunjanue Ellis (Nancy)
Länge
120 Minuten
Kinostart
13.04.2017
Fsk
ab 16; f
Genre
Biopic | Drama | Historienfilm
Diskussion
Der Spielfilm von Nate Parker über den Sklavenaufstand von Virginia im August 1831 hat bereits eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Nach seiner höchst erfolgreichen Premiere beim Sundance Festival 2016 galt „The Birth of a Nation“ als Film der Stunde und heißer „Oscar“-Favorit. Bis publik wurde, dass der Regisseur und sein Drehbuch-Co-Autor Jean McGianni Celestin 1999 als College-Studenten der Vergewaltigung einer Kommilitonin beschuldigt wurden. Celestin wurde in erster Instanz zu einer Haftstrafe verurteilt. Er legte Berufung ein, was dazu führte, dass der Prozess unter undurchsichtigen Umständen fallengelassen wurde. In der US-amerikanischen Öffentlichkeit geriet „The Birth of a Nation“ darüber zum paradoxen Politikum; der zunächst gefeierte Film blieb bei den „Oscars“ gänzlich außen vor. Was wohl eine politische Entscheidung war, die man allerdings auch künstlerisch hätte rechtfertigen können, denn „The Birth of a Nation“ ist ein äußerst gradliniges und mitunter au

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