Alien: Covenant

4K UHD. | USA/Großbritannien 2017 | 122 Minuten

Regie: Ridley Scott

Die Besatzung eines Raumschiffs voller nichtsahnender Kolonisten gerät auf einen erdähnlichen Planeten, wo ein undurchsichtiger Androide und eine mörderisch-aggressive Spezies auf sie warten. Visuell bestechender, inszenatorisch perfekter Science-Fiction-Horrorfilm aus der "Alien"-Saga, der die Brücke von "Prometheus – Dunkle Zeichen" (2013) zum ersten „Alien“-Film ("Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt", 1979) schlägt. Dabei schneidet er Fragen nach Gott, künstlicher Intelligenz, Kunst und Kultur an, ohne ihr philosophisches Potenzial ausschöpfen zu können. Blutige Effekte und die inflationären Attacken der Außerirdischen reduzieren den Stoff letztlich auf eine genretypische Variation.

Filmdaten

Originaltitel
ALIEN: COVENANT
Produktionsland
USA/Großbritannien
Produktionsjahr
2017
Regie
Ridley Scott
Buch
John Logan
Kamera
Dariusz Wolski
Schnitt
Pietro Scalia
Darsteller
Michael Fassbender (Walter / David) · James Franco (Jacob Branson) · Katherine Waterston (Daniels) · Noomi Rapace (Elizabeth Shaw) · Guy Pearce (Peter Weyland)
Länge
122 Minuten
Kinostart
18.05.2017
Fsk
ab 16; f
Genre
4K UHD. | Science-Fiction-Film | Thriller
Diskussion
Ungerührt strahlt Davids türkisfarbene Iris von der Leinwand, die sich in eine verglaste, weiß-sterile Halle öffnet. Draußen liegt eine träumerische Alpensee-Landschaft. Drinnen benennt der Androide seinem menschlichen Schöpfer Weyland die Kunst- und Design-Objekte, die ihn umgeben: ein Bugatti-Sessel, ein Steinway-Klavier, auf dem Wagners „Einzug der Götter in Walhall“ angestimmt wird. An der Wand hängt Piero della Francescas „Geburt Christi“. In der Mitte steht eine Statue von Michelangelo, die den gleichen Namen wie der Androide trägt: David. Der künstliche Mann realisiert in diesem Moment, dass er trotz seiner Unsterblichkeit dazu verdammt ist, das Geschöpf eines Schöpfers aus Fleisch und Blut zu sein. Ein Flickern in Weylands Blick deutet an, dass dies kein gutes Ende nehmen wird. Ist die riesige Iris vom Anfang des Films das Fenster zur Seele, so scheint der Zugang zur Kunst das Einfallstor der Hölle zu sein. Welch spannende Prämisse und welch ästhetischen Widerschein baut Ridley Scott schon in dieser e

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